Die Stromerzeugung aus Klärgas hat in Sachsen-Anhalt 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden in den Kläranlagen des Landes 35,7 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Das sind 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr, als 33,8 Millionen Kilowattstunden produziert wurden.
Auch die Wärmeerzeugung aus Klärgas legte zu und erreichte mit 39,2 Millionen Kilowattstunden ebenfalls einen Rekordwert. Gegenüber 2024 entspricht dies einem Anstieg um 3,1 Prozent.
Insgesamt gewannen die befragten Kläranlagen im vergangenen Jahr 17,8 Millionen Kubikmeter Klärgas (Rohgas). Der überwiegende Teil – 16,4 Millionen Kubikmeter – wurde in eigenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur Stromerzeugung genutzt. Weitere 0,2 Millionen Kubikmeter kamen für Heiz- und Antriebszwecke zum Einsatz. Die Verluste durch Abfackeln oder andere Ursachen beliefen sich auf 1,2 Millionen Kubikmeter.
Der größte Teil der erzeugten Energie wird direkt in den Kläranlagen selbst genutzt. Damit leisten die Anlagen einen wichtigen Beitrag zu einer energieeffizienten Abwasserbehandlung und reduzieren zugleich ihren externen Energiebedarf.
Die Daten stammen aus der Jahreserhebung über die Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas, an der alle Betreiber entsprechender Anlagen in Sachsen-Anhalt beteiligt sind.