Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das kommende Jahr stößt beim mitteldeutschen Handwerk auf scharfe Kritik. Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, bezeichnete den Entwurf als „wenig glaubwürdig“ und warnte vor den langfristigen Folgen für Unternehmen und Bürger.
„174 Milliarden Euro neue Schulden bei insgesamt 520 Milliarden Euro Ausgaben – das ist ein Negativrekord“, so Keindorf. „Salopp gesagt: ein Drittel der Ausgaben auf Pump. Für Unternehmer ist eine solche Planung schwer vorstellbar.“
Der Kammerpräsident sieht nicht nur die Zahlen kritisch, sondern auch die politischen Versprechen. Die steigende Schuldenlast werde in den kommenden Jahren auf die Allgemeinheit zurückfallen – in Form höherer Steuern und Abgaben. Auch den angekündigten Abbau von Verwaltungs- und Personalkosten bewertet Keindorf skeptisch: „In den letzten Jahren ist trotz aller Versprechen das Gegenteil geschehen.“
Die Haushaltsplanung des Bundes müsse aus Sicht des Handwerks stärker auf solide Finanzpolitik, Verlässlichkeit und langfristige Entlastungen setzen. „Für uns ist die Umsetzung des Entwurfs in dieser Form kaum vorstellbar“, so Keindorf abschließend.
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Fünf Hände? Davon zwei wohl abgehackt?