Die Empfehlung des Hochwasserbeirates,
einen 5m breiten Streifen an den Ufern der Saale baum- und
böschungsfrei zu halten, fiel bei der gestrigen Stadtratssitzung am
26. 10. 2016 durch. Diese Empfehlung zielte darauf ab, eine
mögliche Fließgeschwindigkeit der Saale bei Hochwasser zu erhöhen
und Fließhindernisse direkt am Fluss zu beseitigen. Die Fraktion
der Bündnisgrünen hatte den Antrag gestellt, die Bepflanzung der
Böschung zu erhalten. Der Stadtrat von Halle folgte diesem Antrag
mehrheitlich. Da das direkte Saaleufer sich jedoch nicht in der
Verantwortung der Stadt Halle befindet, wie OB Wiegand in der
gestrigen Sitzung an anderer Stelle ausführte, ist abzuwarten, ob
sich das verantwortliche Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt
Magdeburg an einen ablehnenden Ratsbeschluss für die im
Bundesbesitz befindlichen Flächen hält oder eher der Empfehlung des
Hochwasserbeirates folgt. Ganz steht die Ampel also noch nicht auf
grün für das Saaleufer.
7 comments on “Kein Abholzen an der Saale”
dabei werden die Uferstreifen durch das Wasser- und Schifffahrtsamt ohnehin regelmäßig „entbaumt“.
Man kann auch die Kurven aus der Saale raus nehmen und alles begradigen und ordentlich betonieren, dann fliesst es noch schneller ab.
Die Natur hat sich schon was gedacht wenn da Bäume und Gestrüpp wachsen.
Und wie entstehen dann neue Strände an der Saale? Die wollen die Grünen doch entgegen dieses eigenen Beschlusses auch.
Man sollte da mal den §18 des Wasserhaushaltsgesetzes lesen, was da an dem 5 m Uferrandstreifen alles verboten ist und wo man auf der Saale ween der Schiffahrt baden kann.
Wasserhaushaltsgesetz? §18? Bist Du sicher?
WHG § 38
Wird so etwas nicht im Ergebnis der Deichschau enschieden?
Der Stadtrat darf seine Wünsche äußern,bindend ist das nicht.
Und wenn die Rückhaltebecken kommen, wird sicher so manches Gebüsch weichen müssen!