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Junge Union fordert Neuauflage des „Fifty-Fifty-Taxis“ nach Auslaufen der Förderung

Magdeburg. – Die Junge Union Sachsen-Anhalt setzt sich für eine Wiedereinführung des Programms „Fifty-Fifty-Taxi“ ein. Hintergrund ist, dass die Förderung der Verkehrssicherheitsaktion Ende 2025 ausgelaufen ist, nachdem die Nachfrage über Jahre deutlich zurückgegangen war. Ein entsprechender Beschluss wurde im Sachsen-Anhalt-Rat der Organisation gefasst.

Das Programm bestand rund 25 Jahre und richtete sich an junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren. Es ermöglichte Taxifahrten zum halben Preis: Für 1,25 Euro konnten Gutscheine im Wert von 2,50 Euro erworben werden. Die Differenz wurde unter anderem vom Land Sachsen-Anhalt, dem ADAC und dem Ostdeutschen Sparkassenverband getragen.

Deutlich gesunkene Nutzung

Nach Angaben des Innenministeriums Sachsen-Anhalt war die Nachfrage zuletzt stark rückläufig. Bis Ende Juli 2025 wurden 4.237 Tickets abgerechnet, im Jahr 2024 insgesamt 7.644. Zum Vergleich: 2015 lag die Zahl noch bei 38.835 Tickets. Vor diesem Hintergrund einigten sich die Partner Anfang 2025 auf das Auslaufen der Förderung zum Jahresende.

Als Gründe gelten veränderte Mobilitätsgewohnheiten: Junge Menschen nutzen häufiger Fahrgemeinschaften, werden von Eltern gefahren oder greifen – insbesondere in Städten – auf den öffentlichen Nahverkehr zurück.

Forderung nach moderner Neuauflage

Die Junge Union bewertet das Auslaufen des Programms kritisch und fordert eine überarbeitete Neuauflage. Landesvorsitzender Nico Elsner spricht sich insbesondere für eine konsequent digitale Umsetzung aus, etwa über eine landesweite App zur Abwicklung der Fahrten. Zudem müsse das Angebot stärker beworben werden.

Verkehrssicherheit und ländlicher Raum im Fokus

Nach Ansicht der Organisation bleibt das „Fifty-Fifty-Taxi“ ein wichtiges Instrument zur Verkehrssicherheit. Es wurde 1999 eingeführt, um insbesondere nächtliche Verkehrsunfälle unter jungen Menschen zu reduzieren.

Darüber hinaus wird die Bedeutung für den ländlichen Raum hervorgehoben, wo es häufig an nächtlichen Mobilitätsangeboten fehlt. Eine Neuauflage könne hier zur Verbesserung der Erreichbarkeit beitragen.

Zusätzlich schlägt die Junge Union eine Anpassung der Ticketstruktur vor, etwa durch höherwertige Gutscheine, um die Nutzung zu vereinfachen.

Die Organisation hat sich mit ihrem Anliegen an das Innenministerium Sachsen-Anhalt sowie an die CDU-Landtagsfraktion gewandt und eine Prüfung der Vorschläge angeregt.

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