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Junge Liberale Halle (Saale) fordern Ende der Kooperation zwischen Volksbühne Kaulenberg und Students for Palestine

Die Jungen Liberalen Halle (Saale) haben sich öffentlich hinter das Bündnis gegen Antisemitismus (BgA) gestellt und fordern die Volksbühne Kaulenberg dazu auf, die Zusammenarbeit mit der umstrittenen Organisation Students for Palestine sofort zu beenden. Hintergrund ist das am 10. und 11. August stattfindende Straßenfest „Kaulenberg Kunst, und Kultur Kirmes (K4)“, bei dem die Volksbühne Kaulenberg die genannte Organisation in ihrem Exklusivprogramm unterstützt.

Nach Angaben des BgA sind die Akteure von Students for Palestine für antizionistische Hetze bekannt. In einer Stellungnahme verurteilt das BgA die Kooperation scharf.

„Die Jungen Liberalen Halle (Saale) pflichten der Verurteilung des Bündnis gegen Antisemitismus bei“, so der Kreisvorstand der Jungen Liberalen Halle .„Es erschüttert uns, dass eine kulturelle Institution im Herzen von Halle so unreflektiert eine Veranstaltung mit einer Organisation bewirbt, die jüngst durch antisemitische Äußerungen an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein aufgefallen ist.“

Die JuLis fordertn die Volksbühne Kaulenberg auf, die Kooperation sofort zu beenden und die Veranstaltung der Students for Palestine aus dem Programm zu streichen. Andernfalls müsse die Stadt Halle davon ausgehen, dass Antisemitismus durch die Volksbühne unterstützt werde, was die Beendigung potenzieller Förderungen aus der Stadtkasse zur Folge haben könnte. „Antisemitische Hetze darf nicht durch die öffentliche Hand und das Geld der Gesellschaft unterstützt werden,“ betonten die jungen Liberalen.

Was im Rahmen des umstrittenen Festes übrigens auch stattfindet: Der Bühnenauftritt von „Combatants for peace“ ( Sa, 10. Aug 12:00 – 15:00)

Aktivisten der Friedensbewegung aus Palästina und Israel berichten von ihren persönlichen Erfahrungen und ihrem Engagement für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit in der Region. Ein ehemaliger israelischer Soldat und ein Palästinenser teilen ihre Lebensgeschichten und den gemeinsamen Weg hin zu einem Friedensprojekt, das gewaltlosen Widerstand und Solidarität betont. Sie setzen sich für das Ende der Besetzung, Diskriminierung und Unterdrückung aller Menschen in Palästina-Israel ein und zeigen alternative Wege des Zusammenlebens auf. Die Veranstaltung kombiniert Monologe, Dialoge und den Austausch mit dem Publikum.

In wie weit diese Veranstaltung ebenfalls das Missfallen der Jungen Liberalen erregt, entzog sich leider der Pressemitteilung des politischen Verbandes.

15 comments on “Junge Liberale Halle (Saale) fordern Ende der Kooperation zwischen Volksbühne Kaulenberg und Students for Palestine”

  1. „In wie weit diese Veranstaltung ebenfalls das Missfallen der Jungen Liberalen erregt, entzog sich leider der Pressemitteilung des politischen Verbandes.“

    Vermutlich, dass das die Veranstaltung der Students for Palestine ist.

    Die vermehrte Nähe solcher Organisationen zu combatants for peace ist schon auffällig, auch interessant wenn die berühmte Karte vom angeblichen Verlust palästinensischer Gebiete seit 47 auf deren Vortrag genutzt wird:
    https://honestreporting.com/debunked-those-maps-of-palestinian-land-loss-are-misleading-heres-why/

  2. Es erschließt sich mir immer weniger warum diese Veranstaltung antisemitisch sein soll. Je mehr ich darüber lese und recherchiere denke ich das es eine sehr wichtige, mutige und nötige Veranstaltung ist. Dialoge dieser Art sind ein Weg aus diesem seit 1947 bestehenden Dilemma zwischen Israelis und Palästinensern.

  3. Jede Kritik an Netanjahu ist antisemitisch. In Israel ist mittlerweile eine große Anzahl der Juden in diesem Sinne antisemitisch.

  4. Du darfst Netanjahu gerne kritisieren. Irgendwie lustig, dass die pure Erwähnung eines Soros oder das Wort Globalisten für bestimmte Kreise klar antisemitisch ist (explizit kein Vorwurf an euch) aber hier stellt man sich völlig Blind.

    Nicht nur hier oder in Berlin sind diese Gruppen berüchtigt:
    https://ga.de/bonn/stadt-bonn/students-for-palestine-uni-bonn-gewalt-bei-antisemitismus-vortrag-asta-reagiert_aid-114064195

    Kritisieren darf man Israel und Netanjahu, nur leider verstecken sich eben unzählige Antisemiten hinter vermeintlicher Kritik. Das ware Gesicht zeigt sich immer nur kurz.

  5. Nix Idee schrieb: „Du darfst Netanjahu gerne kritisieren“.
    Das darf ich und tue ich. Hier aber geht es darum, dass ein ziemlich überspannter Verein alles als „antisemitisch“ brandmarkt, was lediglich Kritik an der Politik Netanjahus darstellt.
    Auch Palästinenser haben das Recht, sich zu dem Konflikt zu äußern.

  6. Ich finde jede Beschränkung von rein kulturellen Kooperationen ebenso idiotisch wie Kriege. Natürlich darf eine Kooperation nicht missbraucht werden.

  7. „Ich finde jede Beschränkung von rein kulturellen Kooperationen ebenso idiotisch wie Kriege.“
    Irgendwie habe ich da Zweifel.

    Ein Steimle Auftritt findest Du okay? Sylter Gesang und Hochzeiten auch?

  8. Ich sprach von Kultur und nicht eine Mischung aus Beschränktheit, Mottenkugeln und Sandmann.

  9. Jaja, wenn man die Bedeutungshoheit über den Begriff „Kultur“ beansprucht, dann wird selbst ein Antifa-Aufmarsch zum Spitzenevent.

  10. Freie Rede ist Staatsräson . Auch was Äußerungen zum israelischen Militäreinsatz betrifft.

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