Ab sofort können Personen, die
außerhalb eines Impfzentrums vollständig gegen das
Corona-Virus geimpft worden sind, in den Apotheken einen digitalen
Impfnachweis erhalten. Der Startschuss für die Ausgabe der
digitalen Impfzertifikate ist bei uns gleich heute früh nach der
Freigabe der Software gefallen.
Diese zusätzliche neue Dienstleistung der Apotheke erfordert jedoch
eine große Sorgfalt hinsichtlich der Nachweisprüfung durch den
Apotheker.
Daher sollten Patienten, die sich ein digitales Impfzertifikat
erstellen lassen wollen, ihre Stamm- oder Hausapotheke aufsuchen.
„Wir kennen die impfenden Ärzte und unsere Patienten. Da ist die
Plausibilitätsprüfung für uns sehr viel einfacher zu
bewerkstelligen“, so Beatrice Kositzki.
Das Portal https://www.mein-apothekenmanager.delistet die
Apotheken auf, die den Verbrauchern diesen digitalen
Impfausweis kostenlos erstellen. Da es
aber ein umfangreicher Arbeitsprozess ist, werden viele Apotheken
mit Terminen arbeiten müssen. Der Apotherkerverband
appelliert jedoch, nicht sofort landesweit in die Apotheken zu
stürmen. Denn weiterhin kann der gelbe analoge Impfausweis zum
Nachweis mitgenommen werden. Dieser hat die gleiche Gültigkeit wie
die digitale Variante.
Smartphone braucht man nicht
Um das Zertifikat zu erhalten, müssen in der Apotheke der
Personal- und Impfausweis vorgelegt werden, indem die Impfung
dokumentiert ist. Die Apotheken erfassen Namen, Geburtsdatum,
Impfdatum und Impfstoff und übermitteln diese Daten dem
Robert-Koch-Institut. Dort wird das digitale Impfzertifikat in Form
eines QR-Codes generiert. Der Apotheker kann den QR-Code direkt auf
einem Bildschirm zeigen. Wer bereits die notwendigen Apps zum
Ab-scannen auf seinem Smartphone hat, kann den QR-Code dann direkt
in der Apotheke auf seinem Smartphone speichern. Apotheken können
den QR-Code auch ausdrucken. DieserPapierausdruck mit dem QR-Code
kann z.B. im Restaurant vorgezeigt
werden. Möglich ist auch, das Zertifikat zu einem späteren
Zeitpunkt einzuscannen und auf seinem Smartphone zu
speichern.