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Intel sagt ab – Grüne fordern Kurs auf Zukunft und sichern der Flächen

Rückzug als Chance: Olaf Meister pocht auf Hightech-Strategie für Sachsen-Anhalt

Magdeburg – Der Rückzug von Intel aus den Ansiedlungsplänen in der Landeshauptstadt ist nun endgültig. Was lange als Hoffnungsanker der ostdeutschen Industriepolitik galt, endet im ernüchternden Aus. Doch statt Klage kommt von Bündnis 90/Die Grünen ein Appell zur Tatkraft: „Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und Kurs halten“, sagt Olaf Meister, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen im Landtag und Magdeburger Stadtrat.

Klarheit als Befreiungsschlag

Die zähe Hängepartie der vergangenen Monate ist vorbei – und das sei auch eine Chance, so Meister: „Der bedauernswerte Rückzug bringt endlich Klarheit und eröffnet neue Chancen für den Standort. Der Weg ist nun frei für neue Ideen und Überlegungen zur Nutzung des Standorts.“

Im Zentrum der Forderung: Das Land solle die bereits von Intel erworbenen Flächen strategisch sichern und aktiv entwickeln. Ein unkoordinierter Verkauf sei nicht zielführend: „Diese Großfläche ist zu wertvoll für kleinteilige Lösungen. Sachsen-Anhalt braucht mutige Zukunftsinvestitionen.“

Flächen sichern, Visionen bewahren

Meister plädiert dafür, die Flächen in öffentlicher Hand zu bündeln, um eine geordnete Entwicklung zu garantieren: „Sinnvoll wäre ein zügiger Erwerb durch das Land, um die Entwicklung aktiv zu steuern und voll handlungsfähig zu sein.“

Damit verbunden sei die klare Erwartung, dass auch die neue Bundesregierung die strategische Linie fortführt, die unter dem früheren Wirtschaftsminister Robert Habeck begonnen wurde: „Ob die neue Bundesregierung weiterhin so zur Hightech-Ansiedlung in Magdeburg steht wie die alte, ist offen. Gerade deshalb ist es wichtig, den Kurs konsequent fortzusetzen.“

Technologiestandort mit Strahlkraft

Für Meister ist der Charakter der Fläche als Technologiecampus nicht verhandelbar: „Wir müssen die Fläche in die Richtung weiterentwickeln, für die sie gedacht war: ein Technologie-Standort mit Strahlkraft.“ Die Ansiedlung hochwertiger Industrie und Forschung bleibe entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft der Region.

Die Richtung, so Olaf Meister, müsse klar bleiben: Technik, Zukunft, Wertschöpfung – „und keine faulen Kompromisse.“


Stichworte: Intel-Rückzug, Magdeburg, Hightech-Strategie, Olaf Meister, Flächensicherung

One comment on “Intel sagt ab – Grüne fordern Kurs auf Zukunft und sichern der Flächen”

  1. Der schlechteste Wirtschaftsminister aller Zeiten hinterlässt wirklich viele Scherbenhaufen. Eigentlich sollte man ihn weiter beschäftigen, wenn man so ziemlich das Gegenteil von dem tut was er tun würde, scheint es die bessere Option zu sein. Mal sehen ob sich Deutschland je von diesem Schaden erholen wird.

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