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Initiative „Pro Baum“ plant weiteres Treffen und kündigt Veranstaltungen zum Schutz des Stadtgrüns an

Die Initiative „Pro Baum“ setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2005 für einen wertschätzenden, nachhaltigen Umgang mit Bäumen und Sträuchern im Stadtgebiet von Halle ein. Am Montag, dem 23. Februar 2026, findet das 140. Treffen der Initiative und zugleich das zweite Treffen im Jahr 2026 statt. Beginn ist um 19.00 Uhr im Versammlungsraum des Reformhauses in der Großen Klausstraße 11.

Im Mittelpunkt des Treffens stehen Beratungen über aktuelle Maßnahmen und Aktivitäten zum Schutz und Erhalt von Gehölzen. Die Initiative verweist dabei auf die vielfältigen ökologischen Funktionen von Bäumen und Sträuchern, unter anderem für das Stadtklima, die Luftqualität, die Biodiversität sowie als Schattenspender und Lebensraum für Tiere und Pilze.

Gleichzeitig macht die Initiative auf aus ihrer Sicht problematische Entwicklungen aufmerksam. In den vergangenen Jahren seien im Stadtgebiet wiederholt umfangreiche Fällungen erfolgt, etwa am Gimritzer Damm, am Steintor, in der Mansfelder Straße oder am Universitätsring. Aktuell sieht die Initiative unter anderem Gehölzbestände am Ufer des Hufeisensees sowie Flächen im Zusammenhang mit dem geplanten vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 180 „Große/Kleine Brauhausstraße“ als gefährdet an. Auch Fällungen durch private Eigentümerinnen und Eigentümer ohne ausreichende Beachtung des Gehölzschutzes würden weiterhin beobachtet.

Als konkretes Beispiel nennt die Initiative eine Rosskastanie zwischen Mansfelder Straße und Tuchrähmen, die nach einem Sturm im Frühjahr einen erheblichen Teil ihrer Krone verloren hat. In diesem Zusammenhang erneuert die Initiative ihre Forderung, an diesem Standort einen innerstädtischen Park mit Wiesen, Gehölzen und Aufenthaltsmöglichkeiten zu entwickeln, um eine ökologische und städtebauliche Aufwertung zu erreichen.

Darüber hinaus spricht sich die Initiative für die Erarbeitung einer wissenschaftlich fundierten Schutz- und Entwicklungskonzeption für den gesamten Gehölzbestand der Stadt aus. Diese solle unter anderem den aktuellen Zustand erfassen, Maßnahmen zu Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung benennen, die Bevölkerung einbinden und Grundlage für eine angepasste Gehölz- beziehungsweise Baumschutzsatzung sein. Als mögliche Partner werden die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung sowie die Hochschule Anhalt genannt. Die bestehende Baumschutzsatzung der Stadt Halle wird von der Initiative als unzureichend bewertet.

Weitere Themen des Treffens sind unter anderem der Schutz und die Entwicklung des Reichardts Garten, Planungen zur Dölauer Heide, zur Saaleaue sowie zu Flächen in Halle-Tornau. Auch frühere Vorschläge zu Baumpflanzungen im Stadtgebiet sollen erneut aufgegriffen werden.

Für das Jahr 2026 kündigt die Initiative zudem mehrere öffentliche Veranstaltungen an. Dazu zählen regelmäßige Versammlungen, eine Pflanzaktion am Karfreitag, eine Exkursion anlässlich des Tages des Baumes sowie eine Fahrradrundexkursion im Rahmen des „Langen Tages der Stadtnatur“. Mehrere dieser Veranstaltungen werden gemeinsam mit dem Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. durchgeführt.

Mit ihrem Programm möchte die Initiative „Pro Baum“ nach eigenen Angaben die Bevölkerung ebenso wie Politik und Verwaltung für den Schutz, den Erhalt und die Weiterentwicklung des Stadtgrüns sensibilisieren und zur Mitwirkung aufrufen.

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