Die Industrie in Sachsen-Anhalt hat im ersten Halbjahr 2026 mehr Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes erwirtschafteten 578 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden insgesamt 23,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 5,8 Prozent.
Die Zahl der Beschäftigten in den erfassten Industriebetrieben ging dagegen um 3,0 Prozent auf 100.752 Personen zurück. Besonders stark legten die Auslandsgeschäfte zu: Die Auslandsumsätze stiegen um 10,9 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Die Inlandsumsätze erhöhten sich um 3,0 Prozent auf 15,0 Milliarden Euro. Die Exportquote lag damit bei 37,1 Prozent.
Allerdings fällt die reale Entwicklung schwächer aus als das Umsatzplus vermuten lässt. Der preisbereinigte Umsatz-Volumenindex stieg lediglich um 1,5 Prozent. Das Statistische Landesamt führt die positive Umsatzentwicklung daher zu einem großen Teil auf Preissteigerungen zurück.
Auch bei den Auftragseingängen zeigte sich eine positive Entwicklung. Sie erreichten im ersten Halbjahr einen Wert von 10,1 Milliarden Euro und lagen damit 4,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Die Aufträge aus dem Inland nahmen um 2,3 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zu, während die Auslandsorders um 6,6 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro stiegen. Preisbereinigt erhöhten sich die Auftragseingänge um 1,5 Prozent.
Die Statistik berücksichtigt Betriebe mit mindestens 50 tätigen Personen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 sank die Zahl der erfassten Betriebe um 3,0 Prozent.
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt.