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Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt leben allein

In Sachsen-Anhalt leben immer mehr Menschen allein. Nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2025 wohnen 479.000 Menschen in einem Einpersonenhaushalt – das entspricht 23 Prozent der Bevölkerung. Gegenüber 2005 ist ihre Zahl um 68.000 beziehungsweise 16,6 Prozent gestiegen.

Besonders hoch ist der Anteil der Alleinlebenden in den kreisfreien Städten. In Dessau-Roßlau lebt fast jeder Dritte (32,4 Prozent) allein, in Magdeburg und Halle (Saale) sind es jeweils 30,4 Prozent. Den niedrigsten Wert weist der Landkreis Börde mit 12,6 Prozent auf.

Frauen leben insgesamt etwas häufiger allein als Männer (24,0 gegenüber 22,1 Prozent). Während bei den 20- bis 59-Jährigen vor allem Männer allein wohnen, kehrt sich das Bild im höheren Alter um: Fast jede zweite Frau ab 70 Jahren lebt allein. Ursache ist unter anderem die höhere Lebenserwartung von Frauen.

Auch jüngere Erwachsene leben häufig allein. In der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen trifft dies auf 34,9 Prozent zu. Menschen mit Migrationshintergrund wohnen dagegen etwas seltener allein; ihr Anteil liegt bei 20,2 Prozent. Gleichzeitig sind sie mit einem Durchschnittsalter von 41,7 Jahren deutlich jünger als Alleinlebende ohne Migrationshintergrund (59,2 Jahre).

Der Mikrozensus zeigt zudem Veränderungen bei den Lebensformen. Der Anteil der Familien mit minderjährigen Kindern ist seit 2005 auf 17,7 Prozent gesunken. Gleichzeitig stieg der Anteil der Alleinerziehenden an allen Familien von 23,3 auf 31,2 Prozent. Paare ohne Kinder machen mit 30,6 Prozent weiterhin knapp ein Drittel aller Lebensformen aus.

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