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Im Land werden fast nur Schweine geschlachtet – und Zahl der Schlachtungen steigt

Acuh wenn so mancher deutschnational Gesinnter die Islamisierung des Landes befürchtet und um sein Schweineschnitzel bangt: in der Fleischindustrie des Landes spiegelt sich davon das Gegenteil wieder: Um 8,7 Prozent steigerte sich die Zahl der Schlachtungen in Sachsen-Anhalt im vergangen Jahr.

In den gewerblichen Schlachtbetrieben Sachsen-Anhalts wurden im Jahr 2024 deutlich mehr Tiere verarbeitet als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg die Zahl der geschlachteten Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde auf rund 2,80 Millionen Tiere. Das sind rund 230 000 Tiere mehr als 2023. Die gesamte Schlachtmenge erreichte ein Gewicht von 269 420 Tonnen.

Den Löwenanteil trugen erneut die Schweine: Mit 2,79 Millionen Tieren machten sie 99,8 Prozent aller gewerblich geschlachteten Tiere aus. Ihre Schlachtmenge lag bei 268 560 Tonnen – das entspricht 99,7 Prozent der Gesamtmenge. Gegenüber dem Vorjahr wurden rund 230 000 Schweine mehr verarbeitet, was einem Anstieg von 8,8 Prozent entspricht. Dennoch bleibt der Rückgang im langfristigen Vergleich deutlich: Im Jahr 2017, dem bisherigen Spitzenjahr, wurden noch 5,12 Millionen Schweine im Land geschlachtet – rund 45,5 Prozent mehr als 2024.

Mit weitem Abstand folgen die Schafe und Lämmer: 2 839 Tiere wurden 2024 gewerblich geschlachtet – 1 080 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Rinderschlachtungen lag bei 2 236, Pferde wurden in 251 Fällen zur Schlachtung gebracht. Ziegen spielten mengenmäßig keine größere Rolle.

Während die gewerbliche Schlachtung insgesamt zunahm, setzte sich der Rückgang bei den Hausschlachtungen fort. Nur noch 8 097 Tiere wurden 2024 privat geschlachtet. Noch 2009 waren es mehr als doppelt so viele: 21 834 Tiere wurden damals außerhalb industrieller Betriebe verarbeitet. Der Rückgang spiegelt die strukturellen Veränderungen in der Tierhaltung ebenso wider wie das nachlassende handwerkliche Schlachtwesen auf dem Lande.

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