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Hitze: Eine unterschätzte Gefahr für Kinder und ältere Menschen

Heiße Tage und tropische Nächte nehmen weltweit zu. Besonders für Kinder und ältere Menschen können die hohen Temperaturen schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Diese vulnerablen Gruppen sind bei Hitze besonderen Risiken ausgesetzt.

„Ältere und chronisch kranke Menschen haben ein großes Risiko, da sie hohe Temperaturen oft nicht gut wahrnehmen, ein vermindertes Durstgefühl haben oder in ihrer Mobilität und kognitiv eingeschränkt sind“, sagt Prof. Dr. Tino Prell, Direktor der Universitätsklinik für Altersmedizin. Menschen mit Demenz sind besonders gefährdet und bedürfen besonderer Aufmerksamkeit.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist bei Hitze für alle Altersgruppen wichtig. Bei älteren Menschen ist die Gefahr eines Wassermangels jedoch größer, da der Gesamtwassergehalt im Körper mit dem Alter abnimmt und viele ältere Menschen Medikamente einnehmen, die den Flüssigkeitsverlust erhöhen können. „Gedächtnisprobleme, Einsamkeit und soziale Isolation können dazu führen, dass ältere Menschen weniger trinken“, erklärt Prell.

Auch Kinder sind bei Hitze stark gefährdet. „Säuglinge und Kleinkinder können sich weniger gut an hohe Temperaturen anpassen als Erwachsene. Ihre Schweißproduktion ist geringer und ihre Hautoberfläche im Verhältnis zum Körpergewicht größer“, sagt Prof. Dr. Roland Haase, Direktor der Universitätsklinik für Pädiatrie. Kinder mit bestimmten Krankheiten wie Herzerkrankungen oder Diabetes müssen besonders geschützt werden. Hauterkrankungen erfordern zudem die Vermeidung von Sonnenexposition.

Empfohlen wird für Kinder luftige Kleidung, eine Kopfbedeckung und Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Sie sollten viel Wasser trinken, leichte Kost zu sich nehmen und körperliche Anstrengung vermeiden. Babys und Kinder dürfen bei hohen Temperaturen niemals im Auto oder ähnlichen Räumen allein gelassen werden, warnt Haase.

Es ist wichtig, die Warnsignale des Körpers bei Hitze zu erkennen. „Man unterscheidet verschiedene Grade der Überhitzung“, erklärt Haase. Hitzekrämpfe, Hitzeerschöpfung und der lebensgefährliche Hitzschlag sind die wichtigsten Warnsignale. Menschen mit leichten Beschwerden sollten einen kühlen Ort aufsuchen und ihren Körper kühlen. Bei schweren Symptomen wie Bewusstseinsstörungen oder Erbrechen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

15 comments on “Hitze: Eine unterschätzte Gefahr für Kinder und ältere Menschen”

  1. Bahnbrechende Erkenntnisse!
    Schon Mark Twain wusste: „Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.“

  2. Und unser allzeit klimatisierter B2B tut immer das Gleiche. Wenn nicht gerade eine Order aus Moskau kommt, wird das Wetter kommentiert.

  3. Panische Angst vor dem Sommer. Drill-Sergeant Pistorius hat eine Mammutaufgabe vor der Brust, bis er seine Parteisoldaten kriegstüchtig in die große Schlacht führen kann. Derzeit fehlen Tena-Bestände.

  4. Vielleicht sollte man nicht so viel übers Wetter berichten, wenn man keine Kommentare drüber haben will?

    Klar, 30 Grad im Juni, es wird ohne Zweifel wieder der heißeste Juni aller Zeiten. Wenn nicht sogar seit vor dem Urknall. Ich werde nachher panisch eine Packung Eis kaufen, könnte ja die letzte sein die es jemals gibt.

  5. Die ersten Hitzeschäden sind schon da. Russenlover B2B bekommt es hin, das Wetter mit der SPD und dem Ukrainekrieg zu verbinden.

  6. Glashaus ohne Klimaanlage.
    “ Wenn nicht gerade eine Order aus Moskau kommt, …“

  7. Ich fände es nett wenn uns redhall noch zu Bürgersteigen in Kiew aufklären würde. Wobei die Frage ist ob absorption besser ist fürs Mikroklima. Vielleicht kann Herr Höcke noch über Schauprozessen zwischen tropischen Nächten philosophieren. Dann sind wir fast durch.

  8. Wie konnten nur Menschen in den Tropen und Subtropen seit hunderttausenden Jahren überleben ohne die weisen Ratschläge der beiden Professoren. Unglaublich!

  9. Die Menschen, die dort leben, passen ihre Lebensweise entsprechend an. Versuch mal, in einer mediterranen Kleinstadt zwischen Mittag und frühem Abend einzukaufen oder einen Behördengang zu erledigen.

  10. Aber das bekommen die schon noch alleine hin? Oder muss denen auch der Professor erklären man sollte keine Babys im Auto lassen? Gratis Tipp von mir, auch den Kasten Bier sollte man nicht in der prallen Sonne im Auto lassen.

  11. Also ich glaube tatsächlich, dass der Punkt mit den Mitarbeitern es eher trifft. Wenn sich sowas kulturell entwickelt ist es ja nett aber wenn mir jemand, pre Home Office, erklärt hätte ja mei, statt deinen 8,5h kommst Du hier nach im Prinzip 11h aus dem Büro, ja moin.

    Und wie im Artikel auch erwähnt, im Gegensatz zu manch anderem Land greift hier dann eben der Arbeitsschutz. Aus Gründen liegt ja vielen Arbeitgebern da auch etwas dran.

  12. Arbeitsschutz gibt es nicht zunm Nulltarif. Abgesehen von den unverantwortlichen Energiekosten: vollklimatisierte Büroräume sind eine kostspielige Investition. Zu behaupten, den Klimawandel könne man eben mal locker wegstecken, ist eine Illusion.

  13. Mal eben wegstecken ist so eine Sache. Und hier irgendwelche Kosten anführen ist schon mutig, was Habeck hier im besten Fall aus Inkompetenz in den „Klimaschutz“ investiert hat und mittlerweile zwangsweise wird, stellt da sämtliche Kosten völlig in den Schatten. Du magst zwar keine Monologe aber nur der für Solar und Windkraft benötigte Umbau des Netzes wird voraussichtlich ~750 Milliarden Euro kosten. Mehrwert für Umwelt etc. geht gegen Null. Die Energiekosten werden für diesen Unsinn massiv durch die Decke gehen. Übrigens bedeuten vollklimatisierte Büroräume u.a. eine Ausstattung mit einer Wärmepumpe, irgendwer war da großer Fan von und noch viel besser, wir können den überschüssigen Strom dann direkt verbrauchen. Denn man munkelt das die PV am besten liefert, wenn es Zeit für die Klimaanlage ist.

    Das ist übrigens das schöne am Plan der Grünen, wer sich das GEG und die feuchten Träume der Grünen leisten kann, der bezahlt weniger und hat, wenn er sich nicht dumm anstellt, eine vollkimatisierte Hütte.

    Die PV hilft hier beim Heizen leider wenig, zum Glück wurden Kamine ja noch nicht komplett verboten, aber die meisten Wärmepumpen können zum Glück auch kühlen. Da ist eine PV schon viel netter. Selbst im kleinen, reicht schon das klassische Balkonkraftwerk um eine Klimaanlage aka Luft-Luft WP locker zu betreiben. Wer jemanden mit dem Kälteschein kennt, bekommt Klimaanlage und vernünftiges Balkonkraftwerk wohl für knapp unter 1.000€.

    Und wenn Du schon auf südliche Länder verweist, da gehören Klimaanlagen zur Normalität. Aber hier ist es wieder böse Energieverschwendung. Mal so als kleine Rechnung (ich nehme mal eine Person und ne kleine Klimaanlage, sollte im Büro ja noch deutlich günstiger werden). Wenn ich da mal 800 Watt Dauerleistung annehme, dann reden wir bei 5h von 4.000W macht dann selbst bei der EVH in der Grundversorgung irgendwas um die 1,6€ pro Mitarbeiter und Tag. Wenn wir mal bissel Klimahysterie einbeziehen und sagen 30 Tage brauchen wir die, dann sind wir bei 48€ pro Mitarbeiter im Jahr.

    Aber der Exkurs ist da relativ, denn denn Deutschland wird das Klima halt einfach mal nicht retten. Jeden Cent den wir da sinnlos versenken fehlt bei sinnvollen Maßnahmen um sich eben jenem Klimawandel anzupassen. Wenn man dann noch die Wirtschaft vor die Wand fährt, wird das nicht einfacher. Da bleibt dann doch nur noch bissel Wandfarbe vom Discounter zu holen und alle weiß zu streichen.

  14. Nicht Juli und August sondern Dezember bis Februar sind seit Jahren die Monate mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Im Winter schlägt der Hitzetod erbarmungslos zu.

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