Mit der Gründung des „Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde“ 1868 erschien auch die „Zeitschrift des Harz-Vereins“., die aber 1942 ihr Ende fand. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der in Wernigerode ansässige „Harz-Verein“ zu neuem Leben erweckt und damit auch die alle Harzforscher verbindende „Harz-Zeitschrift“. Sie erscheint erneut seit 1948 und seit Ende der 1990er Jahre im Lukas Verlag.
Nun ist mit der 2024-Ausgabe der 76. Jahrgang erschienen. Der aktuelle Band beschäftigt sich mit historischen Fachthemen zahlreicher Orte und Arbeitsgebiete aus dem gesamten Harz. Acht Hauptbeiträge zur Harzgeschichte enthält die Ausgabe. Die mittelalterlichen Wahrnehmungen von Jeanne d’Arc und Barbarossa beleuchtet Alexander Hahn, während sich Karl Sanders dem Magnetismus der Schnarcherklippen und anderer Harzer Granitfelsen widmet. Ute Fuhrmann und Rainer Vogt führen ihren Beitrag über die ehemaligen prähistorischen Sammlungen des Museums von Thale fort und Iris Berndt beschäftigt sich mit dem Landschaftsmaler Carl Blechen (1798-1840).
Das „Herzoglich Anhaltische Kurhotel und Gästehaus“ auf dem Stubenberg bei Gernrode ist das Thema von Günter Piegsa, während Otmar Hesse über das Loccumer Alumnat in Goslar und seine Vorgeschichte. (Teil 1: Zur Geschichte und zum „Geist“ des Ratsgymnasiums Goslar) berichtet. Ludwig Christian Bamberg untersucht die Baugeschichte der Kirche St. Jakobi der Ältere in Goslar. Den Abschluss bildet die gereimte Beschreibung einer Harzreise der Studenten von Alvensleben 1656 (Autor Fritz Reinboth).
Ergänzt wird die Neuerscheinung mit einer ausführlichen Zeitschriftenübersicht des Harzraumes für das Jahr 2024 und zahlreichen SW-Abbildungen (historisch und aktuell).
Harzverein für Geschichte und Altertumskunde (Hg.): „Harz-Zeitschrift – 76. Jahrgang 2024“, Lukas Verlag, Berlin 2025, 240 S., 25,00 €, ISBN 978-3-86732-460-1
