Das Handwerk in Sachsen-Anhalt ist mit rückläufigen Umsätzen und sinkender Beschäftigung in das Jahr 2026 gestartet. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes gingen die preisbereinigten Umsätze der zulassungspflichtigen Handwerksunternehmen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent zurück. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten um 1,7 Prozent.
Der Personalabbau zog sich durch sämtliche Gewerbegruppen. Auch bei den Umsätzen überwogen die Rückgänge. Eine Ausnahme bildeten lediglich die Handwerke für den privaten Bedarf.
Besonders deutlich fiel das Minus im Bauhauptgewerbe aus. Hier gingen die Umsätze um 11,7 Prozent zurück, während die Beschäftigtenzahl um 2,5 Prozent sank. Auch das Ausbaugewerbe verzeichnete Rückgänge: Die Umsätze sanken um 4,3 Prozent, die Beschäftigung um 1,1 Prozent.
Die Handwerke für den gewerblichen Bedarf mussten ein Umsatzminus von 1,7 Prozent hinnehmen, zugleich verringerte sich die Zahl der Beschäftigten um 2,4 Prozent. Im Kraftfahrzeuggewerbe lagen die Umsätze um 3,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Beschäftigung sank leicht um 0,4 Prozent.
Auch das Lebensmittelgewerbe blieb von der Entwicklung nicht verschont. Hier gingen die Umsätze um 3,0 Prozent und die Beschäftigtenzahlen um 2,7 Prozent zurück. Im Gesundheitsgewerbe wurden Umsatzrückgänge von 2,9 Prozent sowie ein Beschäftigungsminus von 1,0 Prozent registriert.
Lediglich die Handwerke für den privaten Bedarf konnten ihre Umsätze steigern. Sie erzielten ein Plus von 4,2 Prozent. Allerdings sank auch hier die Zahl der Beschäftigten um 3,0 Prozent.
Die Zahlen verdeutlichen, dass das Handwerk in Sachsen-Anhalt weiterhin unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen steht. Besonders die Baubranche bleibt von der schwachen Konjunktur betroffen.