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Hallog gewinnt Wettbewerb um digitale Erfolgsgeschichten in Sachsen-Anhalt

Die Hallog GmbH aus der Lutherstadt Eisleben hat den diesjährigen Wettbewerb „Digitale Erfolgsgeschichten aus Sachsen-Anhalt“ gewonnen. Die Auszeichnung wurde beim Digitalforum der Wirtschaft Sachsen-Anhalt am 1. Juli in der Handwerkskammer Magdeburg verliehen. Insgesamt stellten die Industrie- und Handelskammern Halle-Dessau und Magdeburg sowie die Handwerkskammern Halle (Saale) und Magdeburg Preisgelder in Höhe von 9.000 Euro zur Verfügung.

Den zweiten Platz belegte „Mein BioRind“ von Kevin Schulze aus Groß Garz. Auf Rang drei kam die Wohnungsgenossenschaft Seehausen/Altmark eG. Mit dem Wettbewerb würdigen die vier Kammern Unternehmen, die digitale Technologien erfolgreich in ihre Geschäftsprozesse integriert haben.

Sieger Hallog überzeugte die Jury mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Digitalisierung von Frachtpapieren und Dokumentenabläufen. Nach einer mehr als einjährigen Entwicklungsphase wurden Schnittstellen und Arbeitsabläufe schrittweise optimiert. Nach Unternehmensangaben arbeitet das System inzwischen mit einer Fehlerquote von lediglich rund 0,8 Prozent. Ziel des Projekts ist es, Prozesse effizienter zu gestalten und die Logistik auch bei personellen Engpässen stabil zu halten.

Das zweitplatzierte Unternehmen „Mein BioRind“ setzt auf die digitale Direktvermarktung von Bio-Rindfleisch. Fleisch wird erst dann verarbeitet, wenn ein Tier vollständig über eine Online-Plattform verkauft wurde. Damit verbindet das Unternehmen regionale Vermarktung mit einem transparenten digitalen Bestellsystem.

Die Wohnungsgenossenschaft Seehausen/Altmark erhielt den dritten Preis für die Digitalisierung von Wohnungsübergaben. Digitale Protokolle ersetzen dort papierbasierte Abläufe. Dafür wurden einheitliche Datenstrukturen entwickelt und in die bestehende Verwaltungssoftware integriert. Neben der technischen Umsetzung galt die Umstellung langjähriger Arbeitsabläufe als besondere Herausforderung.

Das Digitalforum der Wirtschaft beschäftigte sich darüber hinaus mit den Themen digitale Souveränität und IT-Sicherheit. Im Mittelpunkt standen Fragen nach der Unabhängigkeit von globalen Plattformen, dem Schutz von Unternehmensdaten sowie der sicheren Gestaltung digitaler Infrastrukturen.

Prof. Stefan Voigt, Leiter des Mittelstand-Digital Zentrums Magdeburg und Mitglied der Jury, betonte, die eingereichten Projekte zeigten, dass zahlreiche Unternehmen den digitalen Wandel bereits aktiv gestalteten und damit Vorbilder für andere Betriebe seien.

Auf dem Foto v.l.n.r. :André Rummel (Hauptgeschäftsführer IHK Magdeburg), Kevin Schulze (2.Platz, Mein BioRind), Uwe Ritzmann (1.Platz, Hallog GmbH), Till Eric Ritzmann (1. Platz, Hallog GmbH), Lena Bieschewski (3.Platz, Wohnungsgenossenschaft Seehausen/Altmark eG), Andreas Dieckmann (Präsident, Handwerkskammer Magdeburg)

Bildquelle: Thomas Ertmer/ Handwerkskammer Magdeburg

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