Merseburg/Halle (Saale), 2. Juni 2025 – Die Stadt Halle (Saale) und der benachbarte Saalekreis wollen künftig enger kooperieren. Dies bekräftigten Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt und Landrat Hartmut Handschak bei einem ersten offiziellen Treffen im Merseburger Landratsamt. Der Antrittsbesuch markiert den Beginn einer verstärkten regionalen Zusammenarbeit, die weit über symbolische Gesten hinausgehen soll.
„Halle und der Saalekreis bilden mit rund 430.000 Menschen nicht nur die größte Metropolregion in Sachsen-Anhalt, sondern auch das wirtschaftliche Rückgrat des Landes“, betonte Dr. Vogt. Gerade angesichts der Herausforderungen, vor denen die Region steht, sei eine engere Abstimmung zwischen Stadt und Kreis unverzichtbar. Man wolle den Schulterschluss bei der Wirtschaftsförderung, bei Verwaltungsfragen und insbesondere beim geplanten Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation suchen.
Landrat Handschak zeigte sich offen für diese Zusammenarbeit. Es sei wichtig, gemeinsame Stärken zu nutzen, Synergien zu heben und als Region mit einer Stimme zu sprechen. Themen wie Verkehrsinfrastruktur, Bildung, Daseinsvorsorge und Ansiedlungspolitik ließen sich erfolgreicher gemeinsam anpacken als im Alleingang.
Der Besuch in Merseburg war Teil einer breiter angelegten Initiative des neuen halleschen Oberbürgermeisters, der nach seinem Amtsantritt auf engen Austausch mit Akteuren der Landes- und Kommunalpolitik setzt. So hatte Vogt erst vor wenigen Tagen Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff in Halle empfangen. Für den 13. Juni ist ein Besuch im Leipziger Rathaus bei OB Burkhard Jung geplant.
Auch ein Gegenbesuch von Landrat Handschak im halleschen Ratshof steht bereits auf der Agenda – Zeichen dafür, dass dem Gespräch in Merseburg konkrete Schritte folgen sollen.