Die Stadt Halle (Saale) erprobt mit der Veranstaltung „Sommersause Open Air“ eine neue Fläche für künftige Spontanpartys und Open-Air-Formate. Die Pilotveranstaltung findet am Freitag, 10. Juli 2026, ab 19 Uhr am Saugraben neben dem Gimritzer Damm statt. Eröffnet wird das Projekt durch Oberbürgermeister Alexander Vogt.
Bereits ab 16 Uhr beginnt ein inklusives Vorprogramm mit der „Disco Deluxe“ sowie verschiedenen Kreativ- und Mitmachangeboten. Vorgesehen sind unter anderem Töpfern, Kleidertausch, Siebdruck sowie Spielangebote für Kinder und Erwachsene. Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen und setzt auf einen niedrigschwelligen Zugang.
Ab 19 Uhr geht die Veranstaltung in ein klassisches Open-Air-Format über. Geplant sind Live-Auftritte von Bands sowie DJ-Sets. Die Stadt arbeitet dabei mit verschiedenen Kulturinitiativen und Vereinen zusammen, darunter lokale Musik- und Streetwork-Initiativen sowie Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Ziel des Pilotprojekts ist es, eine bislang nicht dauerhaft genutzte Fläche unter realen Bedingungen für kulturelle Veranstaltungen zu testen. Begleitend werden Schallmessungen durchgeführt, um die Eignung des Standorts für unterschiedliche Veranstaltungsformate zu prüfen. Die Ergebnisse sollen in die weitere Planung von öffentlichen Kulturflächen in der Stadt einfließen.
Die Stadt verfolgt damit das Ziel, sogenannte Spontanparty-Flächen in verschiedenen Stadtteilen zu entwickeln und Verfahren für die Nutzung öffentlicher Räume zu vereinfachen. Gleichzeitig sollen dabei Interessen von Anwohnenden sowie Belange des Natur- und Immissionsschutzes berücksichtigt werden.
Das Projekt ist Teil eines fachbereichsübergreifenden Prozesses der Stadtentwicklung und wird im Rahmen des Kulturellen Themenjahres Halle gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus der lokalen Kulturszene umgesetzt.
One comment on “Halle testet neue Fläche für Spontanpartys – „Sommersause Open Air“ startet Pilotprojekt”
Aus dem Totaldesaster „Fete de la musique“ will man offenbar nicht lernen. Da ist doch jemand nicht ganz dicht. Beklagenswert.