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Halle reduziert Zahl der „falschen“ Zensus-Einwohner – Bürgermeister fordert Anpassung der Finanzzuweisungen. Wieder 281 Nicht-existente Einwohner entdeckt.

Die Stadt Halle setzt ihre Nachverfolgung der Einwohnerzahlen im Rahmen der Aktion „Halle zählt selbst!“ erfolgreich fort. Wie die Stadtverwaltung in einer aktuellen Meldung bekannt gab, konnte die Zahl der ursprünglich als „nicht vorhanden“ gemeldeten Einwohner weiter reduziert werden. Seit der letzten Zwischenmeldung am 20. November 2024 wurden durch die städtischen Ermittlungsteams 281 weitere Personen ermittelt, die trotz Zensus 2022 als „nicht erfasst“ galten, jedoch tatsächlich in Halle leben. Gründe für die vorherige Nicht-Erfassung waren u.a. Umzüge innerhalb der Stadt oder fehlerhafte Adressangaben wie eine falsche Beschriftung der Briefkästen.

Parallel dazu wurde festgestellt, dass 476 der ursprünglich erfassten „nicht vorhandenen“ Personen inzwischen nicht mehr in Halle (Saale) wohnen, etwa aufgrund von Wegzug oder Versterben. Damit reduziert sich die Zahl der noch zu prüfenden Rückläufer aus der Aktion „Halle zählt selbst!“ von etwa 5.900 (Stand September 2024) auf aktuell nur noch 2.144 (Stand: 17. Dezember 2024).

Bürgermeister Egbert Geier: „Zensus 2022 verzerrt Realität“

Bürgermeister Egbert Geier zeigte sich zufrieden mit dem Fortschritt der Nachverfolgung und bekräftigte erneut die Position der Stadt, dass die vom Zensus 2022 ermittelten Einwohnerzahlen ungenau sind. Laut den Zensusdaten lebten in Halle (Saale) nur rund 226.600 Menschen. Doch die laufenden Ermittlungen und die Ergebnisse der Aktion „Halle zählt selbst!“ belegen, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt: „Wir gehen mittlerweile davon aus, dass in Halle über 240.000 Menschen mit Hauptwohnsitz leben“, so Geier.

Die Stadt hat dabei nicht nur die Bevölkerung korrigiert, sondern auch die erheblichen finanziellen Auswirkungen einer zu niedrigen Zensuszahl hervorgehoben. Da die Finanzzuweisungen an Kommunen unter anderem von der Einwohnerzahl abhängen, könnte die festgesetzte Zahl des Zensus 2022 die Stadt Halle (Saale) mit jährlich mehreren Millionen Euro weniger ausstatten.

Geier fordert daher eine Anpassung der Berechnungsgrundlage für die Finanzzuweisungen: „Ich fordere das Land Sachsen-Anhalt auf, die Finanzzuweisungen an die Kommunen künftig auf der Basis des fortlaufend aktualisierten und offenbar genaueren Melderegisters vorzunehmen. Ein gutes Beispiel liefert hier Rheinland-Pfalz, wo bereits auf solche aktuellen Daten gesetzt wird.“

Einwohnerzahl der Stadt Halle (Saale)

Laut dem offiziellen Melderegister der Stadt Halle (Saale) beträgt die aktuelle Einwohnerzahl (Stand: 17. Dezember 2024) nun 243.498. Diese Zahl, so Geier, bilde die tatsächliche Bevölkerungsstruktur der Stadt viel präziser ab als die Zensusdaten, die auf einer Stichprobe basieren und auf Hochrechnungen beruhen.

Die Stadt Halle setzt ihre Bemühungen fort, auch die letzten offenen Rückläufer zu überprüfen und die Einwohnerzahlen weiter zu aktualisieren. Geier zeigte sich zuversichtlich, dass auch in den kommenden Wochen noch weitere Korrekturen und Klarstellungen erfolgen werden.

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