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Häftling in der JVA Burg soll seine Ehefrau während Besuchs in der Haftanstalt getötet haben: Grüne fordern Aufklärung

Erneuter Vorfall in der Justizvollzugsanstalt Burg sorgt für Entsetzen und politische Reaktionen

In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Burg ereignete sich erneut ein tragischer Vorfall: Ein Häftling soll während eines Langzeitbesuchs seine Ehefrau getötet haben. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Sachsen-Anhalt fordert nun eine schnelle und umfassende Aufklärung des Vorfalls.

Sebastian Striegel, innenpolitischer Sprecher der Grünen, äußerte sich erschüttert über die Nachricht und zeigte sich besorgt über die Umstände des Vorfalls: „Die Nachricht, dass ein Häftling mutmaßlich seine Ehefrau während eines Besuchs in der JVA getötet haben soll, hat mich erschreckt. Es steht der konkrete Verdacht eines Femizids im Raum. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Freund*innen. Es ist schwer zu verstehen, wie eine Besucherin in einem Hochsicherheitsgefängnis Opfer eines so schrecklichen Verbrechens werden kann.“

Der Vorfall hat in der politischen Diskussion Besorgnis ausgelöst, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheitslage in der JVA Burg. „Gerade an diesem Ort muss der Staat Sicherheit gewährleisten. Gerade auch im Interesse der betroffenen Angehörigen und der Bediensteten der JVA braucht es zügige und gründliche Ermittlungen, auch durch das Justizministerium“, betonte Striegel weiter. Er wies darauf hin, dass der Vorfall Teil einer besorgniserregenden Reihe von sicherheitsrelevanten Vorfällen in der JVA Burg sei, die bereits in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen sorgten.

Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen bereits, doch die Forderung nach einer transparenten und schnellen Aufklärung bleibt laut Striegel bestehen. Die Grüne Fraktion hofft auf eine zügige Klärung, um die Sicherheit in der Justizvollzugsanstalt zu gewährleisten und das Vertrauen in das System der Strafvollzugsanstalten wiederherzustellen.
Dabei ist noch nicht klar, ob der Häftling seine Frau wirklich getötet hat, oder es zu einem „Sex-Unfall“ gekommen sei, wie die Mitteldeutsche Zeitung schreibt: „Laut unseren Informationen seien bei der ersten Leichenschau zwar leichte Würgemale am Hals der Frau festgestellt worden, aber nach Ansicht von Rechtsmedizinern keine mit tödlichen Folgen – eher im Zusammenhang mit vollzogenem Sex in der Spezialzelle“ (Zitat MZ): „Zwar werde nach wie vor ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen, es gebe jedoch auch die These, dass beim Sex „etwas aus dem Ruder gelaufen ist“.

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