Rund 2,9 Millionen Tonnen Güter wurden im ersten Halbjahr 2026 in Binnenhäfen und an Umschlagstellen des Landes bewegt. Auch der Containerumschlag sank deutlich.
Halle (Saale). Der Güterumschlag in der Binnenschifffahrt ist in Sachsen-Anhalt im ersten Halbjahr 2026 deutlich zurückgegangen. In den Binnenhäfen und an den Umschlagstellen des Landes wurden rund 2,9 Millionen Tonnen Güter ein- und ausgeladen. Das waren 12,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025, teilte das Statistische Landesamt mit.
Rund 1,1 Millionen Tonnen Güter wurden in den ersten sechs Monaten empfangen, etwa 1,8 Millionen Tonnen wurden versendet. 55,3 Prozent des Umschlags entfielen auf Verbindungen mit Häfen in anderen Bundesländern. Weitere 44,4 Prozent betrafen den Güterverkehr mit dem Ausland.
Die größte Gütergruppe waren Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei. Auf sie entfielen rund 0,9 Millionen Tonnen beziehungsweise 32,5 Prozent des gesamten Umschlags. Rund 10,2 Prozent der umgeschlagenen Güter waren Gefahrgut.
Beim Umschlag nach Verkehrsgebieten lagen die Häfen und Umschlagstellen am Mittellandkanal mit einem Anteil von 50,1 Prozent knapp vor dem Elbegebiet mit 49,9 Prozent.
Auch der Containerumschlag ging zurück. Auf den Binnenwasserstraßen Sachsen-Anhalts wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 12.411 TEU umgeschlagen. Das entspricht einem Rückgang von 26,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. TEU steht für „Twenty-Foot Equivalent Unit“ und ist eine internationale Maßeinheit für Container. Grundlage ist ein Container mit einer Länge von etwa sechs Metern.
Das Statistische Landesamt ermittelt den Güterumschlag anhand der Meldungen über die Ein- und Ausladung der in den Häfen ankommenden und abgehenden Schiffe.
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt