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Grüne sehen Leuna als Zukunftsstandort – Politik soll DOMO unterstützen

Nach der Insolvenz des Chemieunternehmens DOMO in Leuna haben sich Vertreterinnen und Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen zu Wort gemeldet und politische Unterstützung für den Standort gefordert.

Die Landtagsabgeordnete und Spitzenkandidatin Susann Sziborra-Seidlitz erklärte, die Zahlungsschwierigkeiten der belgischen Muttergesellschaft dürften nicht zu dauerhaften Schäden am Standort Leuna führen. Zunächst müsse die Produktion gesichert werden, eine Abstellung der Anlagen dürfe es nicht geben. In den kommenden Monaten müssten gemeinsam mit Banken, InfraLeuna, Zulieferern und Speditionen tragfähige Lösungen gefunden werden. Zugleich forderte sie ein aktives Engagement der Landesregierung, um Arbeitsplätze, Stoffverbünde und laufende Transformationsprozesse zu erhalten. Unterstützung sei auch auf Bundes- und EU-Ebene notwendig.

Der für den Saalekreis zuständige Landtagsabgeordnete Sebastian Striegel verwies darauf, dass die Ursachen der Insolvenz nicht am Standort selbst lägen. Die Transformation der Chemieindustrie in Leuna sei bereits im Gange. Notwendig seien nun bezahlbare Energiepreise, etwa durch einen Industriestrompreis als Übergangslösung, sowie der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien. Eine Rückkehr zu dauerhaft günstigen fossilen Energien sei aus seiner Sicht keine zukunftsfähige Option.

Der Bundestagsabgeordnete und energiepolitische Sprecher der Grünen, Michael Kellner, forderte, den Standort Leuna stärker in den Fokus des Bundeswirtschaftsministeriums zu rücken. Die Situation solle dort zur Chefsache erklärt werden.

One comment on “Grüne sehen Leuna als Zukunftsstandort – Politik soll DOMO unterstützen”

  1. „Notwendig seien nun bezahlbare Energiepreise“
    Die waren immer nötig, nur die Grünen haben mit allem was sie hatten dagegen gekämpft. Deswegen ist die deutsche Wirtschaft auch am Boden. Immerhin wissen wir, die Grünen wussten sehr genau, was sie diesem Land antun. Am Ende des Tages keine Überraschung, man wusste bei deren Machtergreifung, dass es übel wird.

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