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Grüne möchten Stillstand beim Radverkehrsausbau in Halle beenden

Den Radverkehr in Halle attraktiver gestalten und so für mehr Hallenser*innen zu einer sicheren und echten Alternative ausbauen, ist das Ziel der Grünen, und führen weiter aus: Nur wenn wir die Klimaerwärmung unserer Erde auf +1,5 °C gegenüber vorindustriellem Niveau beschränken, können wir eine verheerende Klimakatastrophe abwenden. Im Verkehrsbereich ist dafür eine massive Reduktion des Verbrauchs fossiler Brennstoffe unumgänglich. Dies dient zugleich der Verbesserung der Luft- und Lebensqualität in der Stadt.

Die Stadtverwaltung Halles mit Oberbürgermeister Bernd Wiegand an der Spitze hat bereits viel Zeit verschenkt statt mit der notwendigen Konsequenz zu reagieren: Für den Radverkehr in der Saalestadt ist zu wenig passiert. Sofortige Maßnahmen sind unumgänglich geworden. Deshalb fordern Bündnis 90/Die Grünen Halle (Saale):

1. Radvorrangrouten (mit Regelmaßen nach ERA 2010) für die Nord-Süd und Ost-West-Verbindung durch die Stadt mit Vorrang für Radler*innen, Roller und Skater*innen, mit baulichen Abgrenzungen sowie farblichen Markierungen (z.B. grün wie im Berliner Mobilitätsgesetz) und einer Fahrradwegweisung nach FGSV 245.

2. Die Ausweisung einer durchgängigen Fahrspur des Altstadtrings als Radschnellweg.

3. Die Innenstadt für Rad- und Fußverkehr sowie ÖPNV zu reservieren (mit Ausnahme von Anlieger*innen, Liefer- und Notfallverkehr)

Eine Mitteilung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stadtverband Halle (Saale), Foto: ToK

7 comments on “Grüne möchten Stillstand beim Radverkehrsausbau in Halle beenden”

  1. Wenn die Grünen die Mehrheit in den Parlamenten habdn, können sie sowas sicherlich gerne fordern. Die Mehrheiten liegen anders und die Mehrheit der Bürger wird diese Forderungen nicht unterstützen.
    Liebe Grüne, nagelt euch diese Thesen an eure Bürotür und lasst die Bürger mit diesen Forderungen einfach in Ruhe.

  2. Interessantes Demokratie(in)verständnis. Schnauze halten ist doch wohl eher ein Merkmal von Diktaturen.

  3. Lt. Literatur leistet der Verkehrsträger Fahrrad lediglich 3% aller Personenkilometer am der Gesamtverkehrsleistung. Im Winter geht man dabei sogar nur von einem Prozent aus. Für diesen kleinen Anteil wird der motorisierte Verkehr in die Ecke gedrängt.

  4. „Lt. Literatur leistet der Verkehrsträger Fahrrad lediglich 3% aller Personenkilometer am der Gesamtverkehrsleistung. Im Winter geht man dabei sogar nur von einem Prozent aus. Für diesen kleinen Anteil wird der motorisierte Verkehr in die Ecke gedrängt.“

    Sag mal, bekommst du den Widerspruch nicht mit? Es ist eben gerade pervers, dass nur 3 % das Rad benutzen, weil der Rest von Autoverkehr verpestet ist. Es ist also gerade erforderlich, den individuellen motorisierten Verkehr einzudämmen und zum Beispiel eine Seite der Hochstraße für den Radverkehr freizugeben.

  5. Mit einer Fahrradsteuer könnte man da schon was machen. Aber nur bei den Autofahrern nassauern wird das nix. Zumal der Steuerfluss aus der Autoindustrie zurückgeht. Auch wenn die Entlassenen einen neuen Arbeitsplatz finden, wird der sicher nicht so gut bezahlt. In der Autoindutrie wird sehr gut verdient und entsprechenden Steuern gezahlt.

  6. Mit Personenkilometern lässt sich der Radverkehrsanteil natürlich sehr schön kleinrechnen.
    Es liegt in der Natur der Sache, dass für längere Wege tendenziell häufiger aufs Auto zurückgegriffen wird.
    Dennoch ist die reine Zahl der Fahrten die geeignetere Vergleichsgröße. Für die Verkehrsbelastung mit rollenden und ruhenden Verkehr ist es in der Stadt egal, ob die Pkw 5 oder 50km weit fahren.
    Als Denkhilfe: Man stelle sich vor, sämtliche per Fahrrad erledigte Wege würden mit Pkw zurückgelegt, es würden dafür auch mehr Pkw angeschafft. Freut vielleicht die Autoindustrie, aber das Resultat in einer Stadt wie Halle, die kaum Platz für mehr Straßen, Spuren, Parkplätze hat wäre es fatal.

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