Die Grüne Jugend Sachsen-Anhalt hat im Rahmen ihrer Landesmitgliederversammlung in Halberstadt zentrale Forderungen für die kommende Landtagswahl beschlossen. Unter dem Motto „Unsere Zukunft ist jetzt!“ stellte der Jugendverband politische Schwerpunkte in den Bereichen Bildung, Mobilität und demokratische Teilhabe vor.
Ein zentraler Punkt ist die Forderung nach einer grundlegenden Reform des Schulsystems. Nach Vorstellungen des Verbandes sollen Schulnoten sowie das Wiederholen von Klassen („Sitzenbleiben“) schrittweise abgeschafft werden. Stattdessen wird eine stärker förderorientierte Lernkultur angestrebt. Die Landessprecherin Laura Dittrich begründete dies mit dem Ziel, Leistungsdruck zu reduzieren und soziale Ungleichheiten im Bildungssystem abzubauen.
Darüber hinaus spricht sich der Jugendverband für eine Absenkung des aktiven Wahlalters auf 14 Jahre aus. Markus Pesch betonte, dass eine stärkere politische Beteiligung junger Menschen notwendig sei, insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Sachsen-Anhalt.
Ein weiterer Bestandteil der Beschlüsse ist die schrittweise Einführung eines kostenfreien öffentlichen Nahverkehrs. Zudem fordert die Organisation die Einrichtung verpflichtender Jugendparlamente in Städten mit mehr als 25.000 Einwohnern sowie in allen Kreisstädten.
Unterstützung erhielt der Landesverband durch den Bundessprecher Luis Bobga, der auf der Versammlung zu Gast war und die Positionen der Organisation bekräftigte.
Die Grüne Jugend Sachsen-Anhalt versteht sich als eigenständiger Jugendverband von Bündnis 90/Die Grünen und kündigte an, ihre Positionen auch in die programmatische Debatte zur Landtagswahl einzubringen.