Vor dem Hintergrund steigender Energie- und Kraftstoffpreise fordert die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt gezielte Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage sozialer Sicherheit in Zeiten globaler Krisen und anhaltend hoher Lebenshaltungskosten.
Die sozialpolitische Sprecherin Susan Sziborra-Seidlitz betont, dass insbesondere Menschen mit geringem Einkommen stark von hohen Spritpreisen betroffen seien. Alltägliche Wege zur Arbeit, Schule oder Pflege würden dadurch zunehmend zur finanziellen Belastung. Aus Sicht der Grünen sei deshalb eine schnelle und wirksame Unterstützung notwendig, die direkt im Alltag ankomme.
Gleichzeitig warnen die Grünen vor kurzfristigen Maßnahmen, die ausschließlich auf eine Senkung der Kraftstoffpreise abzielen. Eine solche Politik verlängere aus ihrer Sicht die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und löse die strukturellen Probleme nicht.
Stattdessen plädiert die Fraktion für einen kombinierten Ansatz aus sozialer Entlastung und strukturellem Wandel. Dazu zählen unter anderem günstigere Mobilitätsangebote, etwa durch ein preiswerteres Deutschlandticket, sowie niedrigere Kosten für Energie und Grundnahrungsmittel. Zudem müsse der öffentliche Nahverkehr im ländlichen Raum deutlich ausgebaut werden, um echte Alternativen zum Auto zu schaffen.
Langfristig setzen die Grünen auf den Ausbau erneuerbarer Energien, eine verbesserte Ladeinfrastruktur und eine stärkere Rolle des öffentlichen Verkehrs. Diese Maßnahmen seien nicht nur Teil der Klimapolitik, sondern auch ein Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität und Krisenfestigkeit.
Die Fraktion verbindet damit soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz und sieht darin einen notwendigen Kurs für die kommenden Jahre.