Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und wachsender wirtschaftlicher Unsicherheiten sprechen sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt für konkrete Entlastungsmaßnahmen aus. Im Mittelpunkt stehen dabei eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf null Prozent sowie ein dauerhaft günstigerer öffentlicher Nahverkehr.
Die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz betonte, dass viele Menschen zunehmend unter finanziellem Druck stünden. Insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen seien von steigenden Preisen für Lebensmittel und Energie betroffen. Eine zeitweise Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel könne hier unmittelbar entlasten.
Zugleich verweisen die Grünen auf die besondere Situation in Sachsen-Anhalt als Flächen- und Pendlerland. Viele Menschen seien auf den täglichen Arbeitsweg angewiesen und spürten steigende Mobilitätskosten besonders deutlich. Vor diesem Hintergrund erneuert die Partei ihre Forderung nach einem bundesweit gültigen Nahverkehrsticket für 29 Euro pro Monat.
Neben kurzfristigen Entlastungen plädiert die Partei auch für eine umfassendere politische Antwort auf die aktuelle Lage. Dazu gehöre ein Maßnahmenpaket, das gezielt die Mitte der Gesellschaft und einkommensschwächere Haushalte unterstützt. Als mögliche Gegenfinanzierung wird unter anderem eine stärkere Beteiligung von wirtschaftlichen Gewinnern der Krise genannt.
Die Forderungen sind Teil der aktuellen politischen Debatte um soziale Ausgleichsmaßnahmen in Zeiten steigender Preise und globaler Unsicherheiten.