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Grüne begrüßen Ende des „Südbonus“ – Schkopau wieder im Rennen für neues Gaskraftwerk

Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt begrüßt die geplante Änderung der Ausschreibungsbedingungen für neue Gaskraftwerke durch Bundesenergieministerin Katherina Reiche. Nach Auffassung der Grünen verbessert die Entscheidung die Chancen des Kraftwerksstandorts Schkopau.

Der energiepolitische Sprecher der Fraktion, Sebastian Striegel, bezeichnete die Abkehr vom bisherigen sogenannten Südbonus als Erfolg des Widerstands unter anderem aus Sachsen-Anhalt. Der Osten Deutschlands dürfe beim Umbau des Energiesystems nicht benachteiligt werden. Die Energiewende könne nur gelingen, wenn sie regional ausgewogen gestaltet werde.

Nach Einschätzung der Grünen ist mit der Änderung der Ausschreibungspläne auch das Kraftwerk Schkopau wieder ein möglicher Standort für ein neues wasserstofffähiges Gaskraftwerk. Am Standort soll das bestehende Kohlekraftwerk, das nach Angaben der Fraktion deutlich vor 2034 vom Netz gehen wird, perspektivisch durch ein H₂-ready-Gaskraftwerk ersetzt werden. Die dafür erforderlichen Genehmigungsverfahren laufen bereits.

Die Grünen sehen in Schkopau gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung energieintensiver Industrie. Voraussetzung seien ein ausreichendes Angebot an kostengünstigem Strom aus erneuerbaren Energien sowie flexible Gaskraftwerke, die bei sogenannten Dunkelflauten einspringen und später mit Wasserstoff betrieben werden können.

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