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Grube Teutschenthal: Belegschaft fordert schnelle Entscheidung des Landes. Bleibt Steuerzahler auf Kosten sitzen?

Die Zukunft der insolventen Grube Teutschenthal bleibt weiter offen. Rund 90 Beschäftigte haben sich mit einem Brandbrief an Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Sven Schulze und Wirtschaftsminister Michael Richter gewandt. Sie fordern eine schnelle Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens, denn Ende September läuft das Insolvenzgeld aus.

Die Zukunft der Grube ist nicht nur wegen der bedrohten Arbeitsplätze von Bedeutung. In dem ehemaligen Kali- und Steinsalzbergwerk werden Industrieabfälle, Rückstände aus Müllverbrennungsanlagen und Altlasten eingelagert. Zugleich dienen die Verfüllungen dazu, die durch den früheren Bergbau entstandenen unterirdischen Hohlräume zu sichern und Gefahren für den Untergrund zu vermeiden. (mdr.de)

Der Betreiber GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH & Co. KG hatte Ende Juli Insolvenz angemeldet. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Lucas Flöther erschweren vor allem das zurückhaltende Interesse potenzieller Investoren und die besondere Situation des Bergbaubetriebs eine schnelle Lösung. Als eine Möglichkeit wird geprüft, die Grube wirtschaftlich wieder attraktiver zu machen und eine Fortführung des Betriebs zu ermöglichen. (mdr.de)

Sollte kein neuer Betreiber gefunden werden, könnte Sachsen-Anhalt selbst für die langfristige Sicherung der Grube verantwortlich werden. Eine frühere Berechnung des Wirtschaftsministeriums ging dabei von möglichen Kosten in Höhe von rund 130 Millionen Euro aus. Flöther hält dennoch eine Übergangs- oder Auffanglösung für möglich und setzt dabei auch auf das Fachwissen der Beschäftigten. Bis Ende September soll möglichst Klarheit über die weitere Zukunft geschaffen werden. (mdr.de)

Quelle: MDR Sachsen-Anhalt, 27. August 2026

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