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Großes Interesse an Ausstellung „Die Schamanin“ in Halle

Die Sonderausstellung „Die Schamanin“ im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) verzeichnet einen erfolgreichen Start. Seit der Eröffnung am 27. März 2026 wurden bereits mehr als 12.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Die Ausstellung ist noch bis zum 1. November 2026 zu sehen.

Im Mittelpunkt steht das Grab der sogenannten Schamanin von Bad Dürrenberg, eines der bedeutendsten archäologischen Funde Mitteleuropas. Die rund 9.000 Jahre alte Bestattung zeigt eine Frau, die gemeinsam mit einem Säugling beigesetzt wurde. Beigaben wie ein Kopfschmuck aus Rehgeweih und Schmuck aus Tierzähnen deuten auf eine besondere gesellschaftliche Rolle als spirituelle Führungsfigur hin.

Die Ausstellung greift aktuelle Forschungsergebnisse auf und ordnet den Fund in den größeren Zusammenhang der Mittelsteinzeit ein. Auf rund 900 Quadratmetern werden mit 192 Exponaten die frühen Anfänge religiöser Vorstellungen sowie Lebensbedingungen dieser Epoche beleuchtet. Leihgaben aus 14 Ländern tragen zur internationalen Perspektive der Schau bei.

Das Interesse reicht über Deutschland hinaus: Besucherinnen und Besucher aus insgesamt 22 Ländern wurden im ersten Monat registriert. Damit entwickelt sich die Ausstellung zu einem weiteren Publikumsmagneten neben der Himmelsscheibe von Nebra, die ebenfalls im Museum präsentiert wird.

Begleitend zur Ausstellung wird ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm angeboten. Zudem ist eine wissenschaftliche Publikation erschienen, die die Inhalte der Ausstellung vertieft.


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