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Gewerbesteuereinnahmen in Sachsen-Anhalt im Aufwärtstrend – Magdeburg legt deutlich zu. Leichter Zuwachs im ersten Quartal 2025, regionale Unterschiede bei den kreisfreien Städten und Gemeinden

Sachsen-Anhalts Gemeinden haben im ersten Quartal 2025 spürbar mehr Gewerbesteuern eingenommen als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistischen Landesamts belief sich das Gesamtaufkommen auf 302,2 Millionen Euro – ein Plus von 5,7 Millionen Euro beziehungsweise 1,9 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2024.

Deutlich wird dabei ein regional differenziertes Bild: Während die 215 kreisangehörigen Gemeinden ein moderates Wachstum von 0,9 Prozent (plus 2,0 Millionen Euro) verzeichneten, legten die drei kreisfreien Städte zusammengenommen um 6,1 Prozent (plus 3,7 Millionen Euro) zu.

Magdeburg an der Spitze

Die Landeshauptstadt Magdeburg erwies sich einmal mehr als wirtschaftliches Schwergewicht. Mit 39,7 Millionen Euro erzielte sie nicht nur die höchsten Gewerbesteuereinnahmen aller kreisfreien Städte, sondern konnte diese im Vergleich zum Vorjahr sogar um 9,4 Millionen Euro steigern. Damit entfiel mehr als ein Drittel der gesamten Gewerbesteuereinnahmen der kreisfreien Städte allein auf Magdeburg.

Anders sah es in Halle (Saale) und Dessau-Roßlau aus. Halle verzeichnete mit 19,4 Millionen Euro ein Minus von 3,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr, während Dessau-Roßlau gar einen Rückgang um 2,6 Millionen Euro hinnehmen musste. Letztere blieb mit 4,5 Millionen Euro am unteren Ende der Skala unter den kreisfreien Städten.

Starke Unterschiede auch im kreisangehörigen Raum

Im Bereich der kreisangehörigen Gemeinden sticht weiterhin die Stadt Leuna hervor, wenngleich die dortigen Gewerbesteuereinnahmen leicht rückläufig waren. Mit 27,2 Millionen Euro blieben sie um 1,4 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Auch Schkopau musste Einbußen hinnehmen (-1,7 Millionen Euro auf nunmehr 7,4 Millionen Euro).

Ein erfreuliches Signal kam aus Sandersdorf-Brehna: Dort stiegen die Gewerbesteuereinnahmen um 2,2 Millionen Euro auf 6,7 Millionen Euro. In der Lutherstadt Wittenberg hingegen sanken sie leicht auf 6,5 Millionen Euro (minus 0,9 Millionen Euro).

Insgesamt flossen den kreisangehörigen Gemeinden 238,6 Millionen Euro zu – ein Zuwachs von 0,9 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres.

Weitere Daten bald verfügbar

Detaillierte Zahlen zu Einnahmen, Ausgaben und Schuldenlage der Kommunen sollen bald im Statistischen Bericht „Gemeindefinanzen, Einzahlungen und Auszahlungen; Kassenstatistik 01.01.2025 – 31.03.2025“ veröffentlicht werden. Informationen sind auch auf der Website des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalt abrufbar.

2 comments on “Gewerbesteuereinnahmen in Sachsen-Anhalt im Aufwärtstrend – Magdeburg legt deutlich zu. Leichter Zuwachs im ersten Quartal 2025, regionale Unterschiede bei den kreisfreien Städten und Gemeinden”

  1. 1,9% mehr Gewerbesteuer, 2,1% Inflationsrate – im Osten nichts neues.
    Halle schrumpft, Kunst und Kultur verdienen nicht genug.

  2. Du kannst gerne nach Schwedt ziehen. Da gibts keine teure Kunst und Kultur.

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