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Gewerbesteuereinnahmen in Sachsen-Anhalt deutlich gestiegen

Die Gemeinden in Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2025 deutlich mehr Gewerbesteuer eingenommen als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt beliefen sich die Einnahmen insgesamt auf rund 1,296 Milliarden Euro. Das sind 86 Millionen Euro mehr als 2024 – ein Anstieg um 7,1 Prozent.

In mehr als der Hälfte der Kommunen (55,5 Prozent) stiegen die Einzahlungen aus der Gewerbesteuer. Zusammen ergab sich hier ein Plus von rund 176,4 Millionen Euro. In den übrigen Gemeinden gingen die Einnahmen dagegen zurück, insgesamt um etwa 90,8 Millionen Euro.

Die höchsten Gewerbesteuereinnahmen erzielte die Landeshauptstadt Magdeburg mit 170,1 Millionen Euro. Es folgen die kreisfreie Stadt Halle (Saale) mit 104,2 Millionen Euro sowie Leuna mit 75,8 Millionen Euro. Während Magdeburg und andere Städte ihre Einnahmen steigern konnten, erreichte Halle mit 95,1 Prozent knapp nicht das Niveau des Vorjahres.

Ein besonders starker Zuwachs wurde in Dessau-Roßlau registriert. Dort stiegen die Gewerbesteuereinnahmen um 84,7 Prozent auf 69,7 Millionen Euro. Der Anstieg ist vor allem auf hohe Nachzahlungen aus früheren Jahren zurückzuführen.

Auch in mehreren Landkreisen entwickelten sich die Einnahmen positiv. Besonders deutlich fiel der Zuwachs im Landkreis Stendal mit plus 16,5 Prozent aus, gefolgt vom Burgenlandkreis mit einem Plus von 12 Prozent. Dagegen verzeichneten die Gemeinden im Landkreis Börde insgesamt einen Rückgang von 8 Prozent.

Unter den kreisangehörigen Gemeinden verzeichnete Karsdorf im Burgenlandkreis den stärksten Anstieg: Die Gewerbesteuer stieg dort von 0,2 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 11 Millionen Euro im Jahr 2025. Ursache waren vor allem Nachberechnungen und neue Steuerveranlagungen. Ebenfalls deutlich legte Wallstawe im Altmarkkreis Salzwedel zu.

Rückgänge meldeten hingegen einzelne Gemeinden wie Rogätz im Landkreis Börde und Hassel im Landkreis Stendal, deren Einnahmen stark einbrachen.

Die Gewerbesteuereinnahmen pro Einwohner lagen in den kreisfreien Städten durchschnittlich bei 631,50 Euro und damit über dem Wert der kreisangehörigen Gemeinden, der bei 601,98 Euro lag.

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