Die Gesundheitswirtschaft hat sich 2025 in Sachsen-Anhalt deutlich dynamischer entwickelt als die Gesamtwirtschaft des Landes. Nach Angaben der amtlichen Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen stieg die Bruttowertschöpfung der Branche gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro.
Damit erwirtschaftete die Gesundheitswirtschaft inzwischen 13,4 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Sachsen-Anhalts. Preisbereinigt lag das Wachstum bei 2,4 Prozent, während die Gesamtwirtschaft des Landes preisbereinigt um 0,3 Prozent zurückging.
Auch auf dem Arbeitsmarkt entwickelte sich die Branche positiv. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 2.600 auf insgesamt 152.000 Beschäftigte. Damit arbeitet inzwischen mehr als jeder siebte Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt im Gesundheitsbereich. Besonders stark wuchs der Bereich Gesundheits- und Sozialwesen.
Die Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigem stieg in der Gesundheitswirtschaft ebenfalls deutlich an. Mit durchschnittlich 65.309 Euro pro Beschäftigten lag die Bruttowertschöpfung zwar weiterhin unter dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft, der Zuwachs fiel jedoch überdurchschnittlich aus.
Zur Gesundheitswirtschaft zählen neben Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen auch zahlreiche Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen, die eng mit dem Gesundheitswesen verbunden sind.