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Geplanter Neubau zum Campushaus Neustadt: Jugendliche gestalten neues Lernzentrum mit

In Neustadt entsteht in den kommenden Jahren ein neues Zentrum für Bildung, Begegnung und berufliche Orientierung. Noch im Herbst soll an der Richard-Paulick-Straße 13 mit dem Neubau des Campushauses Neustadt begonnen werden. Bis 2028 sollen dort auf rund 1.700 Quadratmetern Angebote für bis zu 300 Kinder und Jugendliche entstehen. Insgesamt sind Investitionen von 16 Millionen Euro vorgesehen.

Vor dem Baustart werden die künftigen Nutzerinnen und Nutzer bereits in die Planung einbezogen. Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne und die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, besuchten am Freitag eine Werkstatt, in der Jugendliche ihre Vorstellungen zur Gestaltung des Campushauses einbrachten. An Thementischen zu den Bereichen „Labor“, „Werkstatt“ und „Begegnung“ ging es unter anderem um Wünsche, mögliche Hindernisse und fehlende Angebote.

Die Ergebnisse sollen in weitere Gespräche mit beteiligten Akteuren und in die Planung der Ausstattung einfließen. Eine Präsentation ist für Oktober 2026 im Rahmen des Silbersalzfestivals vorgesehen.

Das Campushaus soll jungen Menschen mit unterschiedlichen Bildungsbiografien und Herkünften den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf erleichtern. Geplant sind unter anderem Werkstätten für Holz, Metall, Töpferei, Nähen und Fahrradreparatur sowie naturwissenschaftlich-technische Labore. Das Herzstück soll eine große Werkhalle werden, die als sogenannter Makerspace für eigenständige Projekte genutzt werden kann.

Vorgesehen sind außerdem Angebote zur Berufsorientierung und Beratung sowie Kooperationen mit Unternehmen, Bildungseinrichtungen und wissenschaftlichen Institutionen. Auch Eltern und Familien sollen niedrigschwellige Unterstützungsangebote nutzen können.

Finanziert wird das Projekt mit Mitteln der Europäischen Union aus dem Just Transition Fund sowie durch das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt. Der europäische Fonds für einen gerechten Übergang unterstützt Regionen, die vom Strukturwandel betroffen sind. Die Stadt trägt nach Angaben der Beteiligten zehn Prozent der Gesamtkosten.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung zum Campushaus Neustadt.

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