Die Stadt Halle erinnert am Mittwoch, 17. Juni 2026, an den Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953. Die zentrale Gedenkveranstaltung beginnt um 17 Uhr auf dem Hallmarkt und würdigt die Opfer sowie den Mut der Menschen, die sich damals gegen das SED-Regime erhoben.
Zu den Rednern gehören Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt sowie Michael Viebig, Leiter der Gedenkstätte Roter Ochse. Der Verein Zeit-Geschichte(n) e.V. gestaltet das Gedenken mit einem Zeitzeugenbericht und einem Totengedenken. Dieses wird von Vanessa Hertel, Matthias Waschitschka und Anne Kupke vorgetragen. Für die musikalische Umrahmung sorgt Helmut Duffe.
Im Anschluss an die Veranstaltung bietet Niklas Poppe, Gedenkstättenpädagoge der Gedenkstätte Roter Ochse, einen geführten Rundgang zu historischen Schauplätzen des Volksaufstandes in der Hallenser Innenstadt an.
Den Abschluss des Gedenktages bildet um 20 Uhr eine Filmvorführung mit Diskussion in der Geiststraße 21. Der Verein Format Filmkunst e.V. zeigt dort den Film „Der 17. Juni in Halle – ein Tag der Zivilcourage“.
Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 gilt als die erste große Erhebung gegen die kommunistische Herrschaft im Ostblock. Auch in Halle beteiligten sich tausende Menschen an Protesten und Streiks, die schließlich gewaltsam niedergeschlagen wurden.