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Gedenkarbeit im Wandel: Susanne Siegert stellt neues Buch vor

Am Montag, dem 9. Februar 2026, laden die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e.V., die Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland und die Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) zu einer Veranstaltung rund um das Thema Erinnerungskultur ein. Um 18 Uhr wird in der Gedenkstätte ROTER OCHSE das Buch „Gedenken neu denken. Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss“ vorgestellt. Die Autorin Susanne Siegert – bekannt als Gewinnerin des Grimme Online Awards 2024 für ihren Kanal @keine.erinnerungskultur – wird im Anschluss an die Buchvorstellung für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

In dem Buch plädiert Siegert für eine pluralistische, neue Form der Gedenkarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei die Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration sowie die Einbindung bisher vernachlässigter Opfergruppen. Sie fordert, das gewohnte „Gedächtnistheater“ zu hinterfragen und Wege zu finden, selbst aktiv zu handeln. Gleichzeitig betont sie die Bedeutung einer vielseitigeren Gedenkkultur, die auch zukünftige Generationen ohne direkte Augenzeugenberichte erreichen kann.

Im Gespräch mit der Autorin soll es um die Rolle von Social Media bei der Vermittlung von Geschichte gehen, um die Demokratisierung von Gedenkarbeit und um mögliche Formen der Gedenkstättenarbeit, die dieses Anliegen unterstützen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten; der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Räumlichkeiten der Gedenkstätte ROTER OCHSE sind barrierearm zugänglich, und das Buch ist vor Ort erhältlich.

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