Die Weiterbildungsagentur Sachsen-Anhalt Ost feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Juli 2021 unterstützt sie Unternehmen und Beschäftigte bei der beruflichen Weiterbildung und begleitet sie bei den Herausforderungen durch Digitalisierung, Dekarbonisierung und den demografischen Wandel.
Nach Angaben der Träger wurden bis März 2026 insgesamt 2.310 Unternehmen beraten. Darüber hinaus erhielten rund 3.970 Beschäftigte Unterstützung bei der Planung ihrer individuellen Qualifizierung. Allein zum Thema Digitalisierung wurden 133 Beratungsgespräche geführt. Die Nachfrage ist kontinuierlich gestiegen: Während zu Beginn monatlich etwa 50 Beratungen stattfanden, waren es im März 2026 bereits rund 300.
Die Weiterbildungsagentur versteht sich als zentrale Anlaufstelle und bündelt die Angebote des Landes Sachsen-Anhalt, der Bundesagentur für Arbeit, des Projekts „Fachkraft im Fokus“ sowie des Zukunftszentrums Digitale Arbeit. Unternehmen und Beschäftigte erhalten dort kostenfreie und unabhängige Beratung zu Qualifizierungsangeboten und Fördermöglichkeiten.
Auch die Förderung von Weiterbildungen wurde ausgebaut. Im Jahr 2025 unterstützten die Agenturen für Arbeit in Sachsen-Anhalt 1.655 Qualifizierungen von Beschäftigten. Weitere 2.551 Personen nutzten das Landesprogramm „Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG“. Die meisten Qualifizierungen entfielen auf das Gesundheits- und Sozialwesen.
Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne bezeichnete die Weiterbildungsagentur als bundesweit beachtetes Modell, das insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Qualifizierungsangeboten erleichtere. Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betonte die Bedeutung von Weiterbildung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen.