Nachdem Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff bereits letzte Woche
in einer Pressekonferenz Hoffnung machte, dass Friseure und
Kosmetiker ab dem 15. Februar 2021 wieder ihre Läden öffnen dürfen,
kamen gestern Branchenvertreter über eine Videokonferenz mit ihm
ins Gespräch.
„Diese Branche hat ein funktionierendes Hygienekonzept mit
umfangreichen Schutzmaßnahmen“, behauptet Hagen Mauer, Präsident
der Handwerkskammer Magdeburg. „Uns ist kein Betrieb bekannt, der
seit dem Pandemiebeginn zum Infektionsherd wurde. Die Haare und
Fußnägel wachsen jedoch, so dass immer mehr Kunden auf Termine
drängen. Da zudem die finanzielle Not der Handwerker groß ist,
wächst die Gefahr von Schwarzarbeit. Und da wird weder auf
Mindestabstände noch auf Masken oder Kontaktdaten-Dokumentation
geachtet. Außerdem führt die Landesregelung zur Ungerechtigkeit im
Bereich der medizinischen Fußpflege, welche Podologen durchführen
dürfen, die in der Handwerksrolle eingetragene Fußpfleger aber
nicht.“
Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle: „Wir fordern Ministerpräsident Haseloff auf, sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch durchzusetzen und den Betrieben ab dem 15. Februar 2021 das Arbeiten wieder zu erlauben. Gleichzeitig wenden wir uns an alle Handwerksbetriebe mit der Bitte, Hygienemaßnahmen einzuhalten. Denn nur so schaffen wir den Weg aus dem Lockdown“.