Für die Weiterentwicklung des Saline-Areals in Halle (Saale) stehen Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 934.000 Euro zur Verfügung. Die Bescheide wurden am 9. April von Rainer Robra an die Stadt sowie an den Verein science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e.V. übergeben.
Mit dem Projekt „SALTSA – Zwischen Tradition und Transformation“ soll ein Entwicklungs- und Nutzungskonzept für das historische Saline-Ensemble erarbeitet werden. Ziel ist es, bislang ungenutzte Bereiche künftig als offenen Bildungs-, Erlebnis- und Begegnungsraum zu erschließen.
Die Stadt übernimmt als Eigentümerin der Gebäude grundlegende Untersuchungen zur Bausubstanz und zu möglichen Nutzungsperspektiven. Dazu zählen unter anderem Gutachten zu Statik, Brandschutz, Schadstoffen und Denkmalschutz. Parallel dazu entwickelt der Projektpartner gemeinsam mit Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kultur ein Nutzungskonzept.
Geplant sind mehrere Beteiligungsformate, darunter drei größere Veranstaltungen sowie zwölf Gesprächsrunden. Ergänzt wird der Prozess durch mediale Formate wie Podcast und Imagefilm. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und ein breit getragenes Konzept zu erarbeiten.
Der offizielle Auftakt des Beteiligungsprozesses ist für den 30. April 2026 im Salinemuseum vorgesehen. Dort sollen Projektziele vorgestellt und erste Ideen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden.
Das Vorhaben knüpft an die industrielle Geschichte der Saline an und orientiert sich zugleich an aktuellen Konzepten nachhaltiger Stadtentwicklung. Im Mittelpunkt stehen die Verbindung von Kultur, Bildung und Wissenschaft sowie eine langfristige Nutzung des Areals.