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Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden melden Rekordverlust von 53,5 Millionen Euro

Sachsens Flughäfen haben im Jahr 2025 einen Rekordverlust von 53,5 Millionen Euro verbucht. Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG), die beide Flughäfen betreibt, bestätigte, dass die Umsatzerlöse um 2,9 Prozent auf 186,2 Millionen Euro gesenkt wurden. Der Verlust vor Steuern und Zinsen belief sich auf 39,3 Millionen Euro.

Laut MFAG ist der Verlust zum großen Teil auf ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm zurückzuführen. Vorstandschef Götz Ahmelmann erklärte, dass dieser Verlust kalkuliert war und nicht auf einen Kontrollverlust hindeute. Der Sanierungskurs erfordere zusätzliche Kosten für Gutachten und Beratungsmaßnahmen. Ziel sei es, durch die Digitalisierung von Prozessen und die Verschlankung der Verwaltung langfristige Einsparungen zu erzielen. Weitere Maßnahmen wie eine verlängerte Partnerschaft mit DHL und die Vermarktung ungenutzter Flächen sollen die Einnahmen steigern.

Um den finanziellen Druck abzufedern, wurde ein Stellenabbau beschlossen: Bis 2026 sollen rund 160 Arbeitsplätze eingespart werden. Dies betrifft vor allem die Flughäfen Leipzig/Halle, aber auch den Flughafen Dresden, dessen Zukunft weiterhin unsicher ist. Sachsen-Anhalt hat bereits angekündigt, ab 2027 nicht mehr für den defizitären Flughafen Dresden zu zahlen.

Die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden stehen bereits seit Jahren unter finanziellen Druck. Um die Finanzkrise 2025 zu überwinden, konnten nur durch neue Bankkredite und Zuschüsse der Gesellschafter, Sachsen und Sachsen-Anhalt, eine Finanzierungslücke von 145 Millionen Euro geschlossen werden.

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