Die FDP-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt spricht sich für eine Überprüfung der Altersgrenzen im Jugendstrafrecht und eine konsequentere Reaktion auf schwere Straftaten durch Minderjährige aus. Fraktionschef Andreas Silbersack erklärte, der Opferschutz müsse stärker in den Mittelpunkt rücken. Anlass seien unter anderem steigende Zahlen bei der Gewaltkriminalität durch Kinder und Jugendliche.
Silbersack unterstützt nach eigenen Angaben die Prüfung, ob jugendliche Straftäter künftig härter sanktioniert werden sollten. Es gehe dabei nicht um pauschale Verschärfungen, sondern um gezielte Maßnahmen. Nach Ansicht der FDP reichten Ermahnungen in vielen Fällen nicht aus. Wenn familiäre Erziehung und Appelle wirkungslos blieben, müsse der Staat frühzeitig reagieren, etwa mit einem sogenannten Warnschussarrest.
Zugleich betonte Silbersack, Kinder sollten grundsätzlich Kinder bleiben. Begehen Minderjährige jedoch schwere Straftaten, müssten Polizei und Justiz aus Sicht der FDP über wirksamere Instrumente verfügen.
Hintergrund der Forderung sind bundesweit gestiegene Fallzahlen bei der Gewaltkriminalität durch Kinder im Jahr 2025. Nach Angaben der FDP würden zudem kriminelle Strukturen gezielt Minderjährige für Straftaten einsetzen, da diese häufig geringeren strafrechtlichen Konsequenzen unterliegen. Die Fraktion verweist außerdem auf Fälle von Jugendkriminalität in Sachsen-Anhalt.
One comment on “FDP fordert schärfere Reaktion auf Jugendkriminalität”
Für Änderungen des Strafrechts ist der Bund zuständig. Insofern: hübscher Schaufensterantrag der FDP Landtagsfraktion.