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Fakeshop-Finder erreicht über 100.000 identifizierte Fälle

Der bundesweit eingesetzte Fakeshop-Finder hat seit seinem Start im August 2022 mehr als 100.000 potenziell betrügerische Online-Shops identifiziert. Insgesamt wurden bislang rund 2,64 Millionen Internetdomains geprüft, wie das Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt mitteilt. Aktuell sind etwa 103.200 verdächtige Einträge in der Datenbank erfasst.

Das digitale Prüftool wird nach Angaben des Ministeriums zunehmend genutzt und kommt derzeit auf rund 430.000 Anwendungen pro Monat. Es unterstützt Verbraucherinnen und Verbraucher dabei, unseriöse Online-Angebote frühzeitig zu erkennen und Betrugsrisiken beim Online-Einkauf zu reduzieren.

Sachsen-Anhalts Justiz- und Verbraucherschutzministerin betonte, der Fakeshop-Finder habe bereits zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer vor Schäden bewahrt. Online-Betrug sei kein Randphänomen, sondern ein weit verbreitetes Problem im digitalen Handel. Die Nutzung des Tools sei kostenfrei und innerhalb weniger Sekunden möglich.

Auch die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt bewertet die Entwicklung als deutliches Warnsignal. Die hohe Zahl identifizierter Fakeshops zeige, mit welcher Professionalität betrügerische Anbieter im Internet agieren. Gleichzeitig werde die Bedeutung digitaler Schutzinstrumente unterstrichen.

Der Fakeshop-Finder arbeitet automatisiert und bewertet Webseiten anhand typischer Warnmerkmale wie fehlende Impressumsangaben oder auffällige technische Strukturen. Die Ergebnisse werden in Ampelform dargestellt: Rot steht für klare Warnung, Gelb für erhöhte Vorsicht und Grün für unauffällige Angebote.

Das Projekt ist ein Gemeinschaftsvorhaben mehrerer Verbraucherzentralen in Deutschland und wird durch Landesministerien gefördert. Im Jahr 2025 wurde es zudem mit dem European Crime Prevention Award ausgezeichnet.

Weitere Informationen sind unter www.fakeshop-finder.de verfügbar.

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