Am Donnerstag, den 19. Oktober 2023 erhielt die Bundespolizei
fernmündlich durch das Zugpersonal eines Intercityexpresses,
welcher von Berlin nach Halle/Saale unterwegs war, die Information
über eine weibliche Person, die in der 1. Klasse reiste und keinen
erforderlichen Fahrschein vorweisen konnte. Gegen 18:15 Uhr hielt
der benannte Zug am Bahnsteig 6 des Hauptbahnhofes Halle/Saale.
Eine Streife der Bundespolizei stand vor Ort bereit und nahm
Kontakt mit einer Zugbegleiterin auf. Diese gab an, dass die
64-jährige Dame bei der Kontrolle keinen Fahrschein vorzeigen
konnte. Bei der ersten Kontaktaufnahme durch die Beamten mit der
Deutschen verhielt diese sich sehr unkooperativ und zeigte kein
Verständnis für die polizeiliche Maßnahme. Sie wies sich mit einem
abgelaufenen und zudem zerbrochenen Reisepass aus. Die Beamten
erläuterten ihr die Beförderungsrichtlinien der Bahn sowie den
Fahrtausschluss und gaben ihr zu verstehen, dass sie den Zug zu
verlassen hat.
Dies sah sie jedoch nicht ein. Die Bundespolizisten drohten den
Einsatz von einfacher körperlicher Gewalt an und mussten diese
anschließend auch anwenden, da die Polizeipflichtige dem
freiwilligen Ausstieg auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht
nachkam. Entsprechend wurde sie durch zwei Beamte an den Armen
gegriffen, um sie aus dem Zug zu führen. Dabei riss sie sich aus
den Griffen der Beamten und trat nach diesen. Dabei traf sie einen
der Beamten am Schienbein. Glücklicherweise wurde er dabei nicht
verletzt. Die Frau musste gefesselt werden und wurde mit zur
Dienststelle genommen. Auf dieser wurde sie zur Eigensicherung und
zum Auffinden von Ausweispapieren durchsucht. Dabei wurden mehrere
weitere abgelaufene Ausweisdokumente aufgefunden. Bei der
Überprüfung ihrer Personalien in der Fahndungsdatei der Polizei
stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaften Düsseldorf und
Frankfurt/Oder ihren derzeitigen Aufenthaltsort aufgrund eigener
Ermittlungen ersuchen. Diese wurden darüber in Kenntnis gesetzt.
Der bereits polizeilich in Erscheinung getretenen Frau drohen
gleich mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen des Erschleichens
von Leistungen, Hausfriedensbruchs, versuchter Körperverletzung und
des tätlichen Angriffs auf – sowie Widerstandes gegen
Vollstreckungsbeamte.
Fahrscheinlose Reisende weigert sich ICE zu verlassen und tritt nach Beamten