Neun Prozent der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt setzen auf das Rad – Mikrozensus 2024 liefert erste Zahlen
Im Jahr 2024 fuhren rund 89.000 Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit – das entspricht neun Prozent aller Berufstätigen. Damit belegt das Rad den zweiten Platz unter den genutzten Verkehrsmitteln für den täglichen Arbeitsweg. Nur das Auto wird häufiger gewählt: Zwei Drittel aller Erwerbstätigen (67 Prozent, rund 631.000 Personen) fuhren mit dem eigenen Pkw. An dritter Stelle folgt der Fußweg – 67.000 Menschen gingen zu Fuß oder nutzten gar kein Verkehrsmittel (7 Prozent).
Die Nutzung des Fahrrads zeigt sich dabei über Geschlechtergrenzen hinweg nahezu ausgeglichen: 44.000 Frauen und 45.000 Männer traten in die Pedale. Besonders häufig wurde das Rad von Berufstätigen zwischen 35 und unter 45 Jahren (25.000) sowie von 55- bis unter 65-Jährigen (20.000) genutzt. Die überwiegende Mehrheit der Radpendelnden (86.000) war abhängig beschäftigt – zumeist als Angestellte, Arbeiterinnen oder Arbeiter (80.000).
Auch unter Schülerinnen, Schülern und Studierenden erfreut sich das Fahrrad zunehmender Beliebtheit. 34.000 junge Menschen (11 Prozent) griffen 2024 regelmäßig auf das Zweirad zurück. In dieser Gruppe belegt das Fahrrad jedoch nur Rang vier – nach dem Zufußgehen (23 Prozent), der Nutzung von Bussen (22 Prozent) und Straßenbahnen (13 Prozent).
Der Arbeits- oder Schulweg dauert in den meisten Fällen zwischen 10 und unter 30 Minuten – bei den Berufstätigen ebenso wie bei den Lernenden. Knapp die Hälfte der Schülerinnen, Schüler und Studierenden legte eine Wegstrecke von unter fünf Kilometern zurück.
Die Zahlen beruhen auf ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2024, der als amtliche Haushaltsbefragung jährlich ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland erfasst. Die Erhebung erlaubt erstmals detaillierte Einblicke in das Mobilitätsverhalten von Erwerbstätigen und Lernenden in Sachsen-Anhalt.
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