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Fachkräftemangel verschärft sich: 22 Engpassberufe in Sachsen-Anhalt

Trotz schwacher Konjunktur bleibt der Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt ein großes Problem. Nach der aktuellen Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit gibt es inzwischen 22 Engpassberufe im Land – zwei mehr als im Vorjahr. Weitere 20 Berufsgruppen stehen unter Beobachtung, weil sich dort ebenfalls Fachkräfteengpässe abzeichnen.

Besonders betroffen sind Pflege- und Gesundheitsberufe, Berufe im verarbeitenden Gewerbe sowie technische Berufe wie Mechatronik, Automatisierungstechnik, Energietechnik und das Baugewerbe. Auch in der Gastronomie und im Lebensmittelverkauf fehlen qualifizierte Arbeitskräfte.

Im Jahresdurchschnitt 2025 meldeten Unternehmen rund 37.900 offene Stellen, davon entfielen 8.500 – mehr als jede fünfte – auf Engpassberufe. Gleichzeitig suchten lediglich sechs Prozent der Arbeitslosen eine Beschäftigung in einem dieser Berufe. Die Bundesagentur spricht deshalb von einem deutlichen Missverhältnis zwischen Stellenangebot und verfügbaren Qualifikationen.

Nach Einschätzung von Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, wird sich die Situation durch den bevorstehenden Ruhestand der geburtenstarken Jahrgänge in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Um den Bedarf decken zu können, seien Qualifizierung und Weiterbildung entscheidend.

Die vollständige Fachkräfteengpassanalyse mit allen betroffenen Berufen ist im Statistikportal der Bundesagentur für Arbeit abrufbar: Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit

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