Magdeburg/Halberstadt/Stendal – Im Tarifkonflikt des regionalen Nahverkehrs in Sachsen-Anhalt haben die Gewerkschaften ihre Streikankündigung bekräftigt. Die ver.di ruft die Beschäftigten mehrerer Verkehrsunternehmen für Freitag, den 20. März, zu einem ganztägigen Arbeitskampf auf. Betroffen sind unter anderem die BördeBus Verkehrsgesellschaft, die Halberstädter Verkehrsgesellschaft, die Harzer Verkehrsbetriebe sowie weitere Anbieter im Land. Fahrgäste müssen sich darauf einstellen, dass an diesem Tag zahlreiche Busverbindungen ausfallen.
Aus Sicht der Gewerkschaft ist der Streik die Konsequenz aus festgefahrenen Verhandlungen. Auch in der zweiten Tarifrunde habe es kein Angebot der Arbeitgeber gegeben. Die Gespräche wurden anschließend auf Mai vertagt.
Verhandlungsführer Stefan Hilbig kritisierte das Vorgehen der Arbeitgeber als Verzögerung. Die Gewerkschaft habe ihre Forderungen bereits Ende 2025 vorgelegt und Gesprächsbereitschaft signalisiert. Dennoch habe es bislang keine konkreten Vorschläge gegeben.
Im Mittelpunkt der Tarifauseinandersetzung stehen vor allem bessere Arbeitsbedingungen. Die Beschäftigten fordern unter anderem kürzere maximale Dienstschichten sowie schnellere Ausgleichszeiten für Überstunden. Auch eine einheitliche Regelung von 30 Urlaubstagen bereits zum Berufseinstieg gehört zu den zentralen Punkten.
Nach Angaben der Gewerkschaft wächst in den Betrieben die Unzufriedenheit. Mit dem Streik wollen die Beschäftigten ihren Forderungen Nachdruck verleihen und ein Signal an die Arbeitgeber senden, sich ernsthaft auf Verhandlungen einzulassen.
Ob und wann es zu einer Einigung kommt, ist derzeit offen. Klar ist jedoch, dass der Konflikt den regionalen Nahverkehr spürbar beeinträchtigen wird.