Schkopau – Für das Großprojekt „Zukunft Energieversorgung Sachsen-Anhalt“ (ZESA) ist ein weiterer Meilenstein erreicht: Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat eine erste Teilgenehmigung für das geplante Gas- und Dampfturbinenkraftwerk am Standort Schkopau erteilt.
Die Genehmigung betrifft zunächst ein vergleichsweise kleines, aber notwendiges Element des Gesamtvorhabens – den Bau und Betrieb eines Pförtnergebäudes. Dieses soll künftig als zentraler Zugangspunkt zum modernisierten Kraftwerksgelände dienen. Rechtlich basiert der Schritt auf dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, das Teilgenehmigungen für einzelne Abschnitte großer Industrieprojekte ermöglicht.
Trotz des begrenzten Umfangs gilt die Entscheidung als wichtiger Auftakt für die umfassende Modernisierung des Kraftwerks. Weitere Genehmigungen – etwa für die eigentlichen Anlagen und technischen Systeme – sollen in den kommenden Planungsphasen folgen.
Das Projekt wird von der Saale Energie GmbH umgesetzt und hat große Bedeutung für die Energieversorgung im Land. Das Kraftwerk in Schkopau gilt als zentraler Standort für die Stromversorgung und die Industrie, insbesondere für den angeschlossenen Chemiepark.
Langfristig ist vorgesehen, die bestehende Struktur grundlegend umzubauen. Geplant ist ein modernes, flexibel steuerbares Kraftwerk, das neben Strom für das öffentliche Netz auch wichtige Stabilitätsleistungen erbringen kann. Zudem soll die Anlage künftig mit Wasserstoff betrieben werden können und so den Übergang zu einer klimafreundlicheren Energieversorgung unterstützen.
Hintergrund der Modernisierung ist auch der gesetzlich festgelegte Ausstieg aus der Kohleverstromung, der am Standort bis spätestens Ende 2034 umgesetzt werden muss. Mit dem neuen Konzept soll die Versorgungssicherheit gewährleistet und gleichzeitig der Umbau des Energiesystems vorangetrieben werden.
Der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye, bezeichnete das Pförtnergebäude als symbolischen Startpunkt für das Gesamtprojekt. Schritt für Schritt solle in Schkopau eine Anlage entstehen, die Energieversorgung und Klimaschutz miteinander verbindet.
One comment on “Erster Schritt für neues Kraftwerk in Schkopau genehmigt: ein Pförtnerhäuschen darf gebaut werden.”
Das ist ein mutiger Schritt des Landesverwaltungsamtes. Steht erst einmal das Pförtnerhäuschen, greift der Bestandsschutz.