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Erneute Millionenförderung für Nanotechnologie-Forschung in Halle und Berlin

Halle (Saale) / Berlin, 18. November 2025 – Eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der Nanotechnologie wird erneut mit einer Förderung von rund 11,9 Millionen Euro belohnt: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die dritte und letzte Förderphase für den Sonderforschungsbereich (SFB) „Ultraschnelle Spindynamik“ (SFB/TRR 227) bewilligt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Freien Universität Berlin (FU Berlin) erhalten die Mittel, um ihre Forschung fortzusetzen und die Spintronik-Technologie weiterzuentwickeln.

Das Hauptziel des Projekts ist die Erforschung und Anwendung von Spintronik – einer Technologie, die den Spin von Elektronen nutzt, um Informationen schneller und effizienter zu übertragen. Insbesondere wird die ultraschnelle Spindynamik untersucht, die auf Femtosekunden-Ebene arbeitet und langfristig neue Speichersysteme sowie Terahertz-Technologien ermöglichen könnte. Diese Technologien finden Anwendung in Bereichen wie ultrabreitbandiger Datenübertragung und Materialforschung.

Seit der Gründung des SFB/TRR 227 im Jahr 2018 konnten die Forscher bereits beachtliche Erfolge verzeichnen: Mehr als 400 wissenschaftliche Artikel wurden veröffentlicht, davon ein Drittel in hoch angesehenen Fachzeitschriften wie „Science“, „Nature“ und „Physical Review Letters“. Zudem konnten 34 Promotionen im Rahmen des Sonderforschungsbereichs realisiert werden.

Prof. Dr. Martin Weinelt von der FU Berlin, Sprecher des SFB/TRR 227, betont, dass die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Halle und Berlin „eine Erfolgsgeschichte“ sei, die nicht nur durch wissenschaftliche Publikationen, sondern auch durch die Strukturbildung an beiden Standorten belegt wird. In der kommenden Förderphase soll nun verstärkt auf die Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse eingegangen werden. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von ultraschnell auslesbaren Speicherelementen und die Nutzung von Terahertz-Technologie.

Der SFB/TRR 227 wird von der MLU und FU Berlin gemeinsam betrieben, mit weiteren Partnern wie der TU Berlin, der Universität Potsdam, dem Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitphysik, dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle und dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie.

Mit dieser neuen Förderung setzen die beiden Universitäten ihre erfolgreiche Kooperation fort. Bereits im Mai 2025 wurde gemeinsam mit der Universität Regensburg und dem MPI für Mikrostrukturphysik der Zuschlag für das Exzellenzcluster „Center for Chiral Electronics“ erhalten, das ab Januar 2026 mit finanzieller Unterstützung rechnen kann.

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