Skip to content
HalleSpektrum.de – Onlinemagazin aus Halle (Saale) Logo

Energiepreise in Sachsen-Anhalt rückläufig – Langfristiger Vergleich zeigt jedoch deutliche Belastungen

Die Preise für Haushaltsenergien in Sachsen-Anhalt sind im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um insgesamt 4,1 Prozent gesunken. Trotz winterlicher Temperaturen verbilligten sich nahezu alle Energieträger: Strom um 4,6 Prozent, Kohle um 4,3 Prozent, Gas um 2,7 Prozent, Fernwärme um 2,2 Prozent und Heizöl sogar um 9,9 Prozent.

Der langfristige Vergleich zeigt jedoch weiterhin deutliche Preissteigerungen seit Beginn der Energiekrise. Gegenüber Januar 2021 stieg der Strompreis um 17,1 Prozent, Heizöl um 48,9 Prozent, Gas um 75,7 Prozent, Fernwärme um 84,9 Prozent und Kohle um 102,8 Prozent. Über alle Energieträger hinweg beträgt die Teuerung seit 2021 rund 40,9 Prozent und liegt damit klar über der allgemeinen Preissteigerungsrate von 23,2 Prozent im gleichen Zeitraum.

Auch Dienstleistungen im Heizungs- und Klimabereich verzeichneten seit 2021 starke Preiszuwächse von 56,8 Prozent. Die Schornstein-, Bürgersteig- und Straßenreinigung verteuerte sich um 29,4 Prozent.

Laut Zensus 2022 heizten 54,2 Prozent aller Haushalte (606.002) mit Gas und waren damit besonders von den starken Preissteigerungen betroffen. Nur 0,7 Prozent (7.705 Haushalte) nutzten Kohle. Fernwärme kam bei 25,0 Prozent (279.186 Haushalten) zum Einsatz. Aufgrund statistischer Geheimhaltung wurden die Fallzahlen mittels Cell-Key-Methode leicht verändert; daher können sich einzelne Angaben nicht exakt zur Gesamtsumme addieren.

Weitere Informationen zu Zensus 2022 sowie zu Preisentwicklungen sind im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt und in der GENESIS-Online-Datenbank abrufbar.

Schreibe einen Kommentar