Der Ausbau erneuerbarer Energien ist entscheidend für eine klimaneutrale Zukunft. Doch ebenso wichtig ist die Entwicklung von Energiespeicherkapazitäten, um überschüssigen Strom zu speichern und bedarfsgerecht wieder abzugeben. Tesvolt, ein führendes Unternehmen in der Produktion von Batteriespeichersystemen für Gewerbe und Industrie, spielt dabei eine zentrale Rolle. Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann besuchte am Mittwoch das Unternehmen in der Lutherstadt Wittenberg und betonte die Bedeutung des beschleunigten Ausbaus der Stromspeicherkapazitäten in Deutschland.
„Tesvolt steht für unternehmerischen Erfolg ‚made in Sachsen-Anhalt‘ und leistet mit der Entwicklung und Produktion großer Energiespeicher einen wichtigen Beitrag zur Energiewende“, sagte Willingmann. „Eine klimaneutrale und zugleich bezahlbare Energieversorgung ist ohne entsprechende Speicherkapazitäten nicht möglich. Es ist daher entscheidend, neben dem Ausbau der Erneuerbaren auch den Ausbau der Speicherkapazitäten in Deutschland zu beschleunigen.“ Der Minister verwies auf die Speicherstrategie des Bundeswirtschaftsministeriums und forderte schlankere Genehmigungsverfahren sowie einen attraktiveren regulatorischen Rahmen für Investitionen in Energiespeicher.
Am Hauptsitz von Tesvolt in Wittenberg entsteht derzeit eine neue Gigafactory im Wert von rund 30 Millionen Euro. Diese CO2-neutrale Produktionsstätte soll zukünftig bis zu 80.000 Speichersysteme pro Jahr herstellen, was einer Verzehnfachung der aktuellen Produktionskapazität entspricht. Zudem plant Tesvolt in einem zweiten Bauabschnitt ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, um seine innovativen Batteriespeichersysteme weiterzuentwickeln. Im letzten Jahr schloss Tesvolt einen Rahmenvertrag mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zur Einrichtung einer Stiftungsprofessur für Energiespeichersysteme und zur Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit.
Daniel Hannemann, CEO und Mitgründer von Tesvolt, erklärte: „Ohne Batteriespeicher wird es keine nachhaltige Energiezukunft geben. Bei Tesvolt sind wir stolz darauf, an dieser zentralen Säule der Energiewende mitzuwirken. Wir benötigen jedoch das richtige Umfeld: gut ausgebildete Fachkräfte, kontinuierliche Technologieentwicklung und politische Unterstützung. Es braucht mehr Tempo bei der Umsetzung.“