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Einkommen steigt – aber der Abstand bleibt: Sachsen-Anhalt erreicht 88 Prozent des Bundesniveaus


Das verfügbare Einkommen pro Kopf in Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2023 auf 25 094 Euro gestiegen – ein Plus von 1 274 Euro oder 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wuchs es zwar solide, doch blieb es weiterhin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 28 452 Euro. Der Rückstand verkürzte sich leicht: Das Niveau in Sachsen-Anhalt erreicht nun 88 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts.

Wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte, war die Steigerung vor allem einer Zunahme des sogenannten Primäreinkommens zu verdanken, also der Einnahmen aus Arbeit und Vermögen. Dieses lag in Sachsen-Anhalt bei 25 310 Euro pro Kopf – rund 9 000 Euro weniger als im Bundesdurchschnitt (34 270 Euro). Ursache sei ein geringeres Lohnniveau sowie schwächere Vermögenseinkommen, so das Amt.

Abgemildert wurde diese Differenz durch niedrigere Abgabenlast: Die Einkommen- und Vermögensteuer sowie die Sozialabgaben fielen pro Einwohnerin und Einwohner in Sachsen-Anhalt um jeweils rund 2 000 Euro geringer aus als im Bundesschnitt. Zudem erhielten die Menschen im Land überdurchschnittlich hohe Sozialleistungen – im Schnitt 10 418 Euro pro Kopf, fast 1 800 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt.

Das verfügbare Einkommen gibt an, wie viel Geld Haushalten nach Abzug von Steuern und Abgaben und unter Berücksichtigung empfangener Sozialleistungen zur freien Verfügung steht – etwa für Konsum oder Sparen. Diese Kennziffer wird auch von der demografischen Struktur und regionalen Pendlerverflechtungen beeinflusst.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen beruhen auf der Gemeinschaftsarbeit aller Statistischen Landesämter und beinhalten bereits die Ergebnisse einer umfassenden Revision, bei der auch Zeitreihen bis 1991 methodisch angepasst wurden.

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