Dessau-Roßlau, 9. Dezember 2025 – Inmitten der bundesweiten Diskussion über ein angeblich „verändertes Stadtbild“ durch Migration hat das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt ein neues Positionspapier veröffentlicht. Das Dokument lenkt den Blick auf die tatsächlichen Herausforderungen, die das Bundesland in den kommenden Jahren bewältigen muss: den alarmierenden Fachkräftemangel, die fehlende gesellschaftliche Teilhabe und die Auswirkungen von Rassismus auf die soziale Entwicklung.
Mit wissenschaftlich fundierten Argumenten und klaren Empfehlungen fordert das Netzwerk eine grundlegende Veränderung der politischen Haltung gegenüber Migration. In der Veröffentlichung wird eindrucksvoll gezeigt, dass Sachsen-Anhalt auf faire und menschenwürdige Arbeitsmigration angewiesen ist, um die drohende Fachkräftekrise zu bewältigen. Rassistische Narrative, wie das oft beschworene Bild einer „veränderten Stadtlandschaft“, werden als gefährlich und schädlich für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Landes dargestellt.
Besonders im Kontext des Internationalen Tags der Migrant:innen am 18. Dezember appelliert das Netzwerk an die Gesellschaft, Migration nicht als Bedrohung, sondern als Chance für sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt zu begreifen. „Pflegeheime ohne Personal, Schulen ohne Lehrkräfte, Handwerksbetriebe ohne Nachwuchs – das ist das eigentliche Bild, das uns Sorgen machen sollte“, sagt Esther Malhotra, Mitglied des EINE WELT Netzwerks Sachsen-Anhalt. „Wer Migration als Bedrohung inszeniert, verspielt Zukunft.“
Das Positionspapier hebt hervor, dass der Fokus auf die Förderung der Integration und der Teilhabe von Migrant:innen gerichtet werden sollte, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die Wirtschaftskraft zu sichern. Dabei werden mehrere zentrale Maßnahmen empfohlen:
- Einführung eines Antidiskriminierungs- und Teilhabegesetzes für Sachsen-Anhalt
- Schaffung einer One-Stop-Behörde für transparente, schnelle und faire Fachkräfteintegration
- Ausbau kommunaler Willkommens- und Teilhabestrukturen, insbesondere im ländlichen Raum
- Einrichtung einer wissenschaftlich begleiteten Modellregion „Faire Arbeitsmigration“
„Entwicklung beginnt vor der eigenen Haustür“, betont das Netzwerk in seinem Papier und warnt davor, dass Deutschland seine globale Glaubwürdigkeit verliert, wenn Antirassismus und Teilhabe im eigenen Land nicht funktionierten.
Die Veröffentlichung des Positionspapiers erfolgt bewusst in einer Zeit, in der Migration erneut politisch instrumentalisiert wird. Das EINE WELT Netzwerk setzt dieser Entwicklung eine faktenbasierte, konstruktive Perspektive entgegen – im Interesse der Menschen, der sozialen Infrastruktur und einer demokratischen Gesellschaft.
Für weitere Informationen und den Download der vollständigen Dokumente besuchen Sie bitte die folgenden Links:
Positionspapier: Rassismus und ArbeitsmigrationBegründung für das Positionspapier des EINE WELT Netzwerks Sachsen-AnhaltStichworte: Migration, Rassismus, Fachkräftemangel, Antidiskriminierung, Integration
One comment on “EINE-WELT-Netzwerk Sachsen-Anhalt veröffentlicht Positionspapier zu Rassismus, Arbeitsmigration und Entwicklungspolitik”
Das Papier mag hochgradig ideologisch sein, die Fakten aber, die es aufgreift, sind unsere Realität. Die Migranten sind hier, sie sind jung, und die alten weißen Säcke ( wozu ich bald auch gehöre) sind auch da.
Kinder statt Inder? Das war schon vor 25 Jahren lächerlich.